Das neue Jahr bringt etwas, das wir nur selten erleben: eine totale Sonnenfinsternis über Mitteleuropa. Am 12. August werden je nach Standort zwischen 84 und 93 Prozent der Sonne vom dunklen Neumond bedeckt sein. Die Totalitätszone zieht sich von der Arktis über den Nordatlantik und das östliche Grönland, streift Island, streicht über die Iberische Halbinsel und endet im westlichen Mittelmeer.
Die partiellen Phasen der Finsternis sind in Westeuropa und Skandinavien, der Arktis, im nördlichen Eismeer, im Nordatlantik, Kanada, Nordosten der USA und Alaska sichtbar.
In Deutschland gibt es eine totale Sonnenfinsternis erst wieder im September 2081 zu sehen.
Eine ringförmige Sonnenfinsternis am 17. Februar 2026 bleibt von der gesamten Nordhalbkugel der Erde aus unbeobachtbar.
Auch der Mond verfinstert sich: In der Nacht 27. auf 28. August findet eine partielle Mondfinsternis statt. Sie kann in der ersten Hälfte von Mitteleuropa aus beobachtet werden. Zum Höhepunkt der Finsternis um 6.13 Uhr Sommerzeit befindet sich der Vollmond mit 93,5 Prozent seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde. Es handelt sich somit fast um eine totale Mondfinsternis.
Eine totale Mondfinsternis am 3. März ereignet sich in den Mittagsstunden und bleibt von Mitteleuropa aus unbeobachtbar.
Das astronomische Jahr 2026 beginnt bereits am 31. Dezember 2025 vormittags um 8.57 Uhr MEZ, wenn die Sonne die Position von 280 Grad östlich des Frühlingspunkts erreicht. Begrüßt man zu Silvester um Mitternacht das neue Kalenderjahr, ist das Sonnenjahr 2026 bereits 16 Stunden und drei Minuten alt.
Am 3. Januar rast die Erde mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 Kilometern pro Sekunde durch den sonnennächsten Bahnpunkt, das Perihel. Im Perihel misst die Sonnendistanz diesmal 147.100.184 Kilometer. Diese Strecke legt das Sonnenlicht in acht Minuten und zehn Sekunden zurück.
Der astronomische Frühling hält am 20. März nachmittags seinen Einzug. Um 15.46 Uhr MEZ überquert die Sonne den Himmelsäquator von Süd nach Nord und wechselt somit auf die nördliche Hemisphäre des Firmaments. Von da an sind die Tage wieder länger als die Nächte.
Der Sommerbeginn erfolgt am 21. Juni um 10.25 Uhr MESZ, wenn die Sonne den Gipfel ihrer scheinbaren Jahresbahn durch den Tierkreis erreicht. Der Sommerpunkt liegt zurzeit im Sternbild Stier an der Grenze zum Sternbild Zwillinge. Der Sommerpunkt ist identisch mit dem Beginn des Tierkreiszeichens Krebs. Deshalb spricht man auch vom Wendekreis des Krebses. Nach Passieren des Sommerpunktes sinkt die Sonne wieder zum Himmelsäquator hinab. Sie überschreitet ihn am 23. September um 2.05 Uhr MESZ von Nord nach Süd. An diesem Tag tritt das sogenannte Herbstäquinoktium ein. Nach dem 23. September sind in unseren Breiten die Nächte wieder länger als die Tage. Der Herbstpunkt liegt im Sternbild Jungfrau und markiert den Beginn des Tierkreiszeichens Waage.
Am frühen Abend des 6. Juli läuft die Erde durch ihr Aphel, den sonnenfernsten Bahnpunkt. Im Aphel trennen uns in diesem Jahr 152.087.827 Kilometer vom Atommeiler Sonne. Acht Minuten und 27 Sekunden ist dann das Sonnenlicht zur Erde unterwegs, also 17 Sekunden länger als im Perihel Anfang Januar.
Am 21. Dezember nimmt die Sonne um 21.50 Uhr MEZ ihren Jahrestiefststand ein, der astronomische Winter beginnt. Der Winterpunkt befindet sich im Sternbild Schütze und gilt als Startpunkt des Tierkreiszeichens Steinbock, weshalb man auch vom Wendekreis des Steinbocks spricht.
Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) beginnt am Sonntag, 29. März. Um 2 Uhr morgens sind die Uhren um eine Stunde vorzustellen. Die MESZ endet am Sonntag, 25. Oktober um 3 Uhr morgens. Die Uhren sind dann auf 2 Uhr zurückzustellen. Beginn und Ende der Sommerzeit folgen nicht astronomischen Vorgängen, sondern sind willkürlich angeordnet.
Das Jahr 2026 ist nach dem Gregorianischen Kalender ein Gemeinjahr zu 365 Tagen. Das nächste Schaltjahr mit 366 Tagen steht 2028 an. Der 14. Januar 2026 des Gregorianischen Kalenders entspricht dem 1. Januar des Julianischen Kalenders. Beide Kalender differieren seit 1900 um 13 Sonnentage.
Das Jüdische Jahr 5787 beginnt am 11. September mit Sonnenuntergang. Der jüdische Neujahrstag fällt daher auf den 12. September 2026. Das Islamische Jahr 1448 beginnt am 16. Juni mit Sonnenuntergang. Der erste Tag des Islamischen Jahres 1448 korrespondiert daher mit dem 17. Juni 2026.
Der islamische Kalender kennt nur reine Mondjahre zu 354 beziehungsweise 355 Tagen ohne Schaltmonate, wie dies beispielsweise beim Kalender der Chinesen der Fall ist, der ein Lunisolarkalender ist. Das Neujahrsfest des traditionellen chinesischen Kalenders fällt auf den 17. Februar 2026. An diesem Tag beginnt das 43. Jahr im 79. Zyklus des chinesischen Lunisolarkalenders. Es ist dies das Jahr des Pferdes, bing-wu genannt.
Der Ostersonntag fällt im Jahr 2026 auf den 5. April. Der Neujahrstag ist ein Donnerstag und Silvester fällt ebenfalls auf einen Donnerstag. Aschermittwoch ist am 18. Februar, Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 14. Mai, Pfingstsonntag am 24. Mai und Fronleichnam am Donnerstag, 4. Juni. Der 1. Advent fällt auf Sonntag, 29. November, und der Heilige Abend ist am Donnerstag, 24. Dezember. Der erste Weihnachtsfeiertag fällt auf Freitag, 25. Dezember.
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