Hiobsbotschaft: Sperre auf Bahnstrecke Nürnberg-Würzburg noch für Wochen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.06.2024 19:42, aktualisiert am 15.06.2024 14:29

Hiobsbotschaft: Sperre auf Bahnstrecke Nürnberg-Würzburg noch für Wochen

Ein Regionalexpress des RE10 bei Iphofen: Die Züge von Nürnberg nach Würzburg fahren derzeit nur bis Kitzingen. (Archivbild: Johannes Hirschlach)
Ein Regionalexpress des RE10 bei Iphofen: Die Züge von Nürnberg nach Würzburg fahren derzeit nur bis Kitzingen. (Archivbild: Johannes Hirschlach)
Ein Regionalexpress des RE10 bei Iphofen: Die Züge von Nürnberg nach Würzburg fahren derzeit nur bis Kitzingen. (Archivbild: Johannes Hirschlach)

Die Unwetterschäden im unterfränkischen Teil der Bahnstrecke Nürnberg-Würzburg sind offenbar deutlich größer als gedacht: Ursprünglich war die Deutsche Bahn (DB) davon ausgegangen, die Infrastruktur in wenigen Tagen reparieren zu können. Jetzt hat die DB in einer Fahrgastinformation die Prognose angepasst - mit einer Hiobsbotschaft für alle Betroffenen.

Ein Erdrutsch hatte am Wochenende auf dem Abschnitt zwischen Kitzingen und Dettelbach Schäden verursacht. Die DB-Pressestelle präzisierte nach mehrfacher Anfrage am Donnerstagnachmittag: Die Regenfälle der vergangenen Tage haben die „die Gleisinfrastruktur schwer beschädigt“. Die Gleise seien unterspült worden, der Hang unterhalb der Gleise sei ins Rutschen geraten. Demnach müsse der Damm stabilisiert und teilweise neu aufgebaut werden

Deshalb ist die Strecke, die als wichtige innerdeutsche und europäische Magistrale gilt, in diesem Teil komplett gesperrt. Die Bahn prognostizierte zunächst eine Reparatur bis Mittwoch, 5. Juni, dann bis Freitag, 7. Juni. Jetzt spricht die Bahn von einer Sperrung bis Montag, 24. Juni.

Eine Schadenshöhe nannte die DB auf Anfrage unserer Redaktion noch nicht. Für die Bewertung der Schäden seien „auch Gutachter im Einsatz“.

Schienenersatzverkehr zwischen Würzburg und Kitzingen

Der Regionalexpress der Linie RE10 fällt demnach noch für Wochen zwischen Würzburg und Kitzingen aus. Die Bahn setzt auf dem Abschnitt Busse als Ersatz ein. Auch überregional kommt es zu zahlreichen Beeinträchtigungen. Der Fernverkehr wird umgeleitet, etwa über Ansbach. Das bedeutet laut der DB-Pressestelle etwa 25 Minuten Verspätung. Bahnreisende können sich über die Fahrplanauskunft auf www.bahn.de zu ihren Verbindungen informieren.


Von Johannes Hirschlach und Andreas Reum
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