„Horrorhaus“-Prozess gegen deutsche Eltern gestartet | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 10.03.2026 10:58

„Horrorhaus“-Prozess gegen deutsche Eltern gestartet

Das „Horrorhaus“ liegt in Fitoria am Stadtrand von Oviedo. (Archivbild) (Foto: Jorge Peteiro/Europapress/dpa)
Das „Horrorhaus“ liegt in Fitoria am Stadtrand von Oviedo. (Archivbild) (Foto: Jorge Peteiro/Europapress/dpa)
Das „Horrorhaus“ liegt in Fitoria am Stadtrand von Oviedo. (Archivbild) (Foto: Jorge Peteiro/Europapress/dpa)

In Spanien hat der Prozess gegen ein deutsches Elternpaar begonnen, das seine drei Kinder in der Stadt Oviedo dreieinhalb Jahre lang in einem Haus voller Müll eingesperrt haben soll. Die Staatsanwaltschaft fordert für den heute 54 Jahre alten Mann und für seine Frau (49) eine Haftstrafe von jeweils 25 Jahren und vier Monaten. Den Angeklagten wird psychische Gewalt in der Familie, Freiheitsberaubung und Vernachlässigung vorgeworfen.

Die Eltern beteuern unterdessen nach Angaben der Justiz ihre Unschuld und behaupten, sie hätten ihre drei kleinen Kinder vor der Außenwelt isoliert, um sie vor einer Ansteckung mit Krankheiten wie Corona zu schützen. Der Vater ist Deutscher, die Mutter Deutschamerikanerin. Weitere persönliche Daten wurden von den spanischen Behörden nicht veröffentlicht.

Urteil wird auf sich warten lassen

Die mündliche Verhandlung vor dem Provinzgericht in Oviedo in der Region Asturien findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die minderjährigen Opfer zu schützen. Sie ist auf zwei Tage angesetzt und soll am Mittwoch zu Ende gehen. Das Urteil wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erwartet.

Die Kinder, damals achtjährige Zwillinge und ein zehnjähriger Junge, wurden Ende April 2025 befreit, nachdem eine Nachbarin die Polizei alarmiert hatte. Ermittler sprachen von einem „Horrorhaus“.

© dpa-infocom, dpa:260310-930-794781/1


Von dpa
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