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Veröffentlicht am 10.03.2026 06:35, aktualisiert am 10.03.2026 11:47

Polizeischuss in der Notaufnahme – Angreifer verletzt

Nach der Schussabgabe war die Notaufnahme des Krankenhauses zunächst geschlossen.  (Foto: Daniel Löb/dpa)
Nach der Schussabgabe war die Notaufnahme des Krankenhauses zunächst geschlossen. (Foto: Daniel Löb/dpa)
Nach der Schussabgabe war die Notaufnahme des Krankenhauses zunächst geschlossen. (Foto: Daniel Löb/dpa)

Die Polizei hat in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Erlangen auf einen Mann geschossen. Der 35-Jährige soll zuvor eine 32 Jahre alte Polizistin mit einem Messer angegriffen haben, wie die Polizei mitteilte. Ihr 25-jähriger Kollege habe daraufhin einen Schuss aus einer Pistole abgefeuert und den Mann am Oberschenkel getroffen. Lebensgefahr bestehe nicht. Der 35-Jährige werde derzeit in dem Krankenhaus behandelt. 

Tatverdächtiger mit angeblicher Vergiftung in Notaufnahme

Zuvor soll der nach Angaben der Polizei augenscheinlich verwirrte 35-Jährige in der Notaufnahme des Waldkrankenhauses angegeben haben, vergiftet worden zu sein. Der Arzt habe wegen des auffälligen Verhaltens des Mannes die Polizei verständigt. Als die Beamten im Behandlungszimmer ankamen, sei der Mann aggressiv gewesen. Er habe ein Pfefferspray gegen die Polizistin eingesetzt und sie dann mit einem Messer angegriffen. 

Die Polizistin wurde leicht durch das Pfefferspray verletzt. Nach einer kurzen Behandlung sei sie wieder wohlauf, hieß es weiter. Mit dem Messer habe der Mann die Beamtin nicht getroffen. Ihr Kollege blieb unverletzt. 

Ermittlungen wegen versuchten Totschlags

Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den 35-jährigen Deutschen wegen versuchten Totschlags. Wann der Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt wird, ist derzeit unklar. Das hänge vor allem von seinem Gesundheitszustand ab, sagte ein Polizeisprecher. Warum der Mann auffällig geworden war, sei derzeit noch nicht klar. Es sei eine Blutprobe genommen worden, um möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum zu prüfen.

Laut dem Sprecher der Polizei musste die Notaufnahme des Krankenhauses wegen des Einsatzes vorübergehend geschlossen werden, konnte aber in den frühen Morgenstunden wieder freigegeben werden. Die Spurensicherung hatte dort den Tatort inspiziert. Auch das Bayerische Landeskriminalamt war im Einsatz und ermittle nun wegen des Schusswaffengebrauchs. Von der Klinik gab es zunächst keine Auskünfte.

© dpa-infocom, dpa:260310-930-793947/3


Von dpa
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