Im Juli sind die Nächte relativ kurz und die Hubschrauber der US-Armee dürfen relativ lange fliegen. Seit Montag, 1. Juli, gilt, wie alle Jahre, ein Sommernachtflugplan für die in Ansbach-Katterbach und Illesheim stationierten Militäreinheiten. Die Bürgerinitiative (BI) „Etz langt’s“ fordert ein Nachtflugverbot.
Dem Plan, den die BI mitsamt einer Pressemitteilung veröffentlicht hat, ist zu entnehmen: Im Juli dürfen die US-Hubschrauber jeweils montags und dienstags (zehn Nächte) bis 2 Uhr am Folgetag Übungsflüge durchführen, jeweils mittwochs sowie am 11., 18. und 25. Juli (acht Nächte) dürfen sie bis 0 Uhr in der Luft bleiben, an den übrigen Tagen ist um 19 bzw. 15 Uhr Schluss.
Im Folgemonat sind am 5. und 6. August noch einmal Nachtflüge bis 1.30 Uhr möglich, außerdem an 13 Tagen Flüge bis Mitternacht. Am 15. August, dem gesetzlichen Feiertag Mariä Himmelfahrt, ruht der Flugverkehr, das gilt auch stets für alle Wochenenden.
BI-Vorstandssprecher Wolfgang Schmidt erklärt zum Sommernachtflugplan: „Fluglärm macht krank; insbesondere nachts. Im Interesse der Gesundheit der Menschen braucht Mittelfranken endlich ein Nachtflugverbot.“ Es sei nicht nachzuvollziehen, dass Flüge am Flughafen in Frankfurt am Main ab 23 Uhr untersagt sind, „während in unserer Region das Verlangen der Bürger nach Nachtruhe weiterhin missachtet wird“.
BI-Pressesprecher Boris-André Meyer betont: „In den USA selbst sind solch laxe Flugbestimmungen wie in Ansbach und Illesheim undenkbar. Dort gibt es für die Kampfhubschrauber Nachflugverbote und Überflugverbote von Wohngebieten.“ Mittelfranken müsse endlich gleichwertig behandelt werden.