Erkältung, Grippe, Magen-Darm-Infekte: Viele Krankheitserreger werden über die Hände übertragen. Fassen wir uns an die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen, finden sie den Weg in unseren Körper und können uns krank machen. „Regelmäßiges Händewaschen ist wichtig, wenn man sich davor schützen will“, sagt Andrea Rückle vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
Aber wie werden die Hände auch wirklich sauber? Aus der Küche kennen wir die Faustregel: Erhitzen tötet Keime. Und beim Geschirrspülen lautet der Rat stets, warmes Wasser zu nutzen. Muss es also auch beim Händewaschen warm sein?
Zwar stimmt es, dass warmes Wasser Fett besser abwäscht. Doch beim Händewaschen benutzen wir Seife und dann gilt: „Ob warm oder kalt ist nicht entscheidend. Die Wassertemperatur spielt mit Blick auf die Hygiene beim Händewaschen keine Rolle“, so Andrea Rückle. Das Wasser sollte eine angenehme Temperatur haben, damit man seine Hände lange genug wäscht.
Viel wichtiger ist, dass man seine Hände gründlich mit Seife einreibt und sich dafür etwas Zeit nimmt, so die Expertin im Referat für Infektionsschutz, Risiko- und Krisenmanagement.
Übrigens: Kaltes Wasser ist für die Haut schonender. Die Haut trocknet so weniger schnell aus.
Worauf kommt es beim Händewaschen also an? Am besten geht man Schritt für Schritt vor, empfiehlt Andrea Rückle. Das Portal „Infektionsschutz“ rät zu diesem Ablauf:
„Noch wichtiger als die perfekte Technik ist, die Hände zum richtigen Zeitpunkt zu waschen - etwa nach dem Toilettengang, nach dem Husten, Niesen oder Nase putzen und vor der Zubereitung oder dem Essen von Lebensmitteln“, sagt Andrea Rückle.
Und hier noch zusätzliche Tipps der Infektionsschutz-Expertin, für noch mehr Hygiene beim Händewaschen:
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