Wie sehr treibt die Fußball-WM den Puls in die Höhe? Wie sehr beeinflussen Spielereignisse das Stresslevel von Fans? Das will die Universität Bielefeld mit einer großangelegten Smartwatch-Studie herausfinden.
Mitmachen können Fans aller Nationalteams, nahezu unabhängig davon, welches Gerät sie am Handgelenk tragen. Und es spielt auch keine Rolle, ob man die Spiele vor dem Fernseher, am Live-Ticker oder beim Public Viewing verfolgt.
Für die sogenannte WM-Fußballfieber-Studie untersuchen die Forschenden von der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft Herzfrequenz, Stresslevel, Bewegung und Schlaf, die vor, während und nach Spielen automatisch von der Smartwatch erfasst werden.
Mitmachen können Besitzer einer Smartwatch von diesen 13 Marken:
Im Idealfall gibt man dann noch Auskunft darüber, wie man die Spiele verfolgt hat.
Alle Daten werden anonymisiert und datenschutzkonform erhoben, versprechen die Wissenschaftler. Erste Ergebnisse sollen noch während der WM auf der Projektwebsite „Uni-bielefeld.de/wmfieber“ erscheinen – besonders nach Spielen der deutschen Nationalmannschaft.
Auf der Seite ist auch die Anmeldung zur Studienteilnahme per Formular möglich. Besonders gesucht werden den Angaben zufolge noch Fans aus Ost- und Südeuropa sowie der Türkei: Mehr Teilnehmende bedeuteten belastbarer Daten und dadurch steige die Aussagekraft der Studie.
Niemand muss die komplette WM mitmachen, ein Einstieg in die Studie sei zu jedem Zeitpunkt Turniers möglich, auch einzelne Partien lieferten wertvolle Daten, so die Forschenden weiter.
Dass Fußballfieber messbar ans Herz geht, hat bereits eine Vorgängerstudie der Uni Bielefeld gezeigt: Beim DFB-Pokalfinale 2025 kamen demnach Stadionbesucher unter 229 beobachteten Arminia-Bielefeld-Fans auf durchschnittlich 94 Herzschläge pro Minute, TV-Zuschauer lediglich auf 79. Nach Toren lagen die Pulswerte vor Ort im Stadion bis zu 36 Prozent höher als anderswo.
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