Plötzlich meldet sich Heißhunger? Vielleicht ist es gar keiner. Denn viele Menschen verwechseln Hunger mit Durst, wie das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) aufklärt. Daher geben die Experten den Tipp, bei Heißhunger zunächst ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee zu trinken - und zu schauen, wie es einem danach geht. Mitunter verfliegt der Heißhunger dadurch wieder.
Das hilft nicht? Ist der Heißhunger ein regelmäßiger und hartnäckiger Alltagsbegleiter, lohnt es sich, die eigenen Ernährungsgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen. Prüfen kann man etwa: Wie süß esse ich eigentlich?
Hier ein Marmeladentoast, da eine Handvoll Gummibärchen, ein Schokoriegel oder ein Glas Limo oder Eistee: Süße Mahlzeiten und Snacks wie diese lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Er fällt danach aber auch rasch wieder ab, so das BZfE - wir bekommen Heißhunger.
Was also tun, um ihm vorzubeugen? Experten raten, drei ausgewogene und satt machende Hauptmahlzeiten in den Tag einzubauen - und keine von ihnen ausfallen zu lassen. Gut auch, wenn Vollkorn, Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte Teil dieser Mahlzeiten sind. Sie helfen der Verbraucherzentrale zufolge, den Blutzuckerspiegel lange im Gleichgewicht zu halten und damit Heißhunger zu vermeiden.
Das heißt aber nicht, dass wir uns Süßes und Fettiges verbieten sollen - im Gegenteil. Solche Verbote können das Verlangen danach umso mehr befeuern. Besser: gelegentlich in kleinen Portionen - maximal eine Handvoll, so der Rat des BZfE - in die Ernährung einbauen.
Das Problem mit dem Heißhunger: Meldet er sich, müssen wir oft nur eine Gummibärchen- oder Chipstüte aufreißen, um ihn zu stillen - einfach, weil sie da sind. Gut also, wenn gesunde Snacks ebenso leicht verfügbar sind. Das erhöht die Chance, dass wir zu ihnen greifen. Vorbereiten kann man laut BZfE beispielsweise diese Snack-Alternativen für den Heißhunger-Fall:
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