Junge Stabhochspringer am Stützpunkt Ansbach an Bayerns Spitze | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 10.10.2023 10:29

Junge Stabhochspringer am Stützpunkt Ansbach an Bayerns Spitze

Matias Neutzler begeistert mit seinem unerschrockenen Mut und akrobatischer Lattenüberquerung. (Foto: Jörg Behrendt)
Matias Neutzler begeistert mit seinem unerschrockenen Mut und akrobatischer Lattenüberquerung. (Foto: Jörg Behrendt)
Matias Neutzler begeistert mit seinem unerschrockenen Mut und akrobatischer Lattenüberquerung. (Foto: Jörg Behrendt)

Anorakwetter, kühler Westwind und die aktuelle Erkältungswelle trafen den zweiten Stabhochsprungwettkampf am Stützpunkt Ansbach. Trotzdem schafften drei Athleten eine neue Bestleistung. Insgesamt stehen nun sechs jugendliche Springer aus Westmittelfranken auf Rang eins der bayerischen Bestenlisten ihres Jahrgangs.

Jakob Sand vom TuS Feuchtwangen war schon vor dem Wettkampf mit 2,70 Meter auf Platz eins der bayerischen M13-Rangliste platziert. In Ansbach traf der talentierte Mehrkämpfer immer perfekt seinen Absprungpunkt und steigerte sich über 2,72 auf 2,82 Meter.

Damit steht Sand auf einem Niveau mit dem Ansbacher Lukas Kleinschrodt, der als 13-Jähriger mittelfränkischen Rekord mit 2,80 Meter gesprungen war und mit dem Feuchtwanger Leo Trumpp, dem dann eine Steigerung des Bezirksrekordes auf 2,85 Meter gelungen war. Die Wertschätzung dieser 2,82 Meter spiegelt sich auch in der deutschen Bestenliste wider: Jakob Sand ist die Nummer drei in der Bundesrepublik.

Norm für die bayerische Hallenmeisterschaft erreicht

Ebenfalls um zwei Höhen verbesserte sich Nicola Rührschneck vom TV Leutershausen. Jeweils im zweiten Versuch überquerte die herausragende Turnerin zuerst 2,12 und dann 2,22 Meter. Damit hat die W13-Athletin als dritte Springerin des Stützpunktes nach den 13-jährigen Ansbacherinnen Vanessa Kreimer und Maike Arlt bereits die Norm für die bayerische W15-Hallenmeisterschaft im Februar 2024 erreicht. Kreimer, schon mit 2,31 Meter in den Bestenlisten verzeichnet, sprang diesmal wie Rührschneck ebenfalls 2,22 Meter.

Insgesamt können vom Stützpunkt Ansbach damit elf Springer ab Jahrgang 2010 und älter bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften ihrer Altersklassen antreten.

Kalter Wind ließ härteren Stab nicht zu

Der kräftezehrende Kaltwind ließ es für Matias Neutzler und Leo Trumpp nicht zu, erstmals auf den eigentlich nötigen härteren Stab umzusteigen. So bogen der Rothenburger und der Feuchtwanger ihren gewohnten Sprungstab extrem, teilweise um spektakuläre 120 Grad. Die Stabstreckung war dann jedoch zu dosiert, um die Anlaufenergie dynamisch-explosiv in Höhenenergie umzusetzen.

Deutschlands Nummer zwei unter den M14-Sportlern, Leo Trumpp, überquerte mit 3,72 Meter trotzdem die zweitbeste Höhe seiner Laufbahn. Der 15-jährige Matias Neutzler hatte nach übersprungenen 3,62 Meter noch vielversprechende Versuche, nur der nachfallende Stab stupste bei 3,82 Meter die Latte von den Auflegern.

In dicker Trainingskleidung und mit kurzem Anlauf souverän

Emma Kilian (TSV Ipsheim, U18) turnte in dicker Trainingskleidung und kurzem Anlauf souverän über 3,32 Meter. Felix Scholz (TSV Rothenburg, M13) übersprang 2,32 Meter. Beide werden mit ihren deutlich höheren Bestleistungen auf Platz zwei in Bayern gelistet. Luca Bassa meldete sich nach Erkältungspause mit 2,12 Meter zurück, er führt die bayerische M12-Bestenliste an. Nummer eins in Bayern ist auch M11-Springer Christian Kreimer (beide TSV Ansbach), der sich auf 1,92 Meter steigerte.

Die Zwillinge Nina und Maya Johnson vom TV Leutershausen stehen mit ihren beachtenswerten Bestleistungen von 2,21 Meter auf Rang zwei ihres Jahrgangs 2012 in Deutschland. Im kalten Westwind fühlten sich die beiden Toptalente diesmal nicht besonders wohl, überquerten fröstelnd aber immer noch gute 2,12 und 2,02 Meter.


Von Erich Grau
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