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Veröffentlicht am 13.05.2026 04:03, aktualisiert am 13.05.2026 15:59

Katholikentag rechnet mit 60.000 Besuchern

Der Slogan „HAB MUT, STEH AUF!” ist auf Bannern an den Türmen des Kiliansdoms zu sehen. (zu dpa: «Katholikentag rechnet mit 60.000 Besuchern») (Foto: Karl-Josef Hildenbrand)
Der Slogan „HAB MUT, STEH AUF!” ist auf Bannern an den Türmen des Kiliansdoms zu sehen. (zu dpa: «Katholikentag rechnet mit 60.000 Besuchern») (Foto: Karl-Josef Hildenbrand)
Der Slogan „HAB MUT, STEH AUF!” ist auf Bannern an den Türmen des Kiliansdoms zu sehen. (zu dpa: «Katholikentag rechnet mit 60.000 Besuchern») (Foto: Karl-Josef Hildenbrand)

Mit etwa 60.000 Gästen rechnen die Veranstalter beim Katholikentag in Würzburg. Von heute (Mittwoch) bis zum Sonntag (17. Mai) können sie Gottesdienste feiern, Diskussionsrunden lauschen, Fragen stellen, Konzerte oder Lesungen besuchen - rund 900 Punkte listet das Programm auf. 

Etwa 30.000 Menschen dürften nach Einschätzung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und des Bistums Würzburg bereits ein Ticket gekauft haben, noch einmal ebenso viele werden bei den Angeboten in der Stadt erwartet, die keinen Eintritt kosten.

„Wir müssen uns einmischen“

ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte kurz vor der Eröffnung des Katholikentags, es sei Auftrag von Christinnen und Christen, „nicht hinter Kirchentüren zu verschwinden“. Das Leitwort des Treffens - „Hab Mut, steh auf!“ - bedeute: „Wir müssen uns einmischen.“ Eine Kirche, die sich zur Menschenwürde und zur Solidarität bekenne, sei eine politische Kirche.

Erwartet werden in Würzburg auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sowie zahlreiche weitere Politikerinnen und Politiker. Keinen Platz auf den Podien gibt es allerdings für Mandatsträger der AfD. Die Frage sei intensiv diskutiert worden, aber man sei zu der Überzeugung gelangt, ihnen keine öffentliche Bühne auf dem Katholikentag einzuräumen, erläuterte Stetter-Karp.

Signal vom Papst

Gleichwohl sei es wichtig zu fragen: „Sind die Lösungen, die die AfD anbietet, die Lösungen, die unsere Gesellschaft weiterbringen und sind sie evangeliumsgemäß?“ Sie sei sehr froh, dass hier auch Papst Leo XIV. in seiner Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump ein Signal gegeben habe, sagte Stetter-Karp: Das Evangelium könne nicht beliebig interpretiert werden.

Im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt hatte sich die AfD zuletzt bewusst kirchenfeindlich geäußert. Darauf hatte bei der Vollversammlung des ZdK in Würzburg auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hingewiesen. Christsein und AfD-Wählen seien nicht miteinander vereinbar, sagte er nach Angaben seines Ministeriums. Das hätten auch zahlreiche Oberhirten der katholischen Kirche bereits unmissverständlich klargestellt.

© dpa-infocom, dpa:260513-930-72963/2


Von dpa
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