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Veröffentlicht am 29.05.2026 00:06

Kaum Mängel: BMW X4 ist beim TÜV meist ein Musterschüler

Was es nicht alles gibt! Ein Gefährt in Geländewagen-Optik, aber mit coupéhafter Linie und sportlichen Fahrleistungen - Autos wie der X4 von BMW machen's schon länger möglich. (Foto: Uwe Fischer/BMW AG/dpa-tmn)
Was es nicht alles gibt! Ein Gefährt in Geländewagen-Optik, aber mit coupéhafter Linie und sportlichen Fahrleistungen - Autos wie der X4 von BMW machen's schon länger möglich. (Foto: Uwe Fischer/BMW AG/dpa-tmn)
Was es nicht alles gibt! Ein Gefährt in Geländewagen-Optik, aber mit coupéhafter Linie und sportlichen Fahrleistungen - Autos wie der X4 von BMW machen's schon länger möglich. (Foto: Uwe Fischer/BMW AG/dpa-tmn)

Der X4 zählt zu den SUV-Coupés, mit denen BMW anfänglich in Gestalt des massiven X6 die Kundschaft irritierte. Aber auch der kleine Bruder ist noch ein Trumm von einem Auto. Nach Mittelklasse, der er zugehört, sieht hier wenig aus. Markentypisch gehört auch das vom SUV X3 abgeleitete Modell nicht zu den Schnäppchen. Das trifft allerdings auch auf die direkten Konkurrenzmodelle Mercedes GLC Coupé oder Audi Q5 Sportback zu.

Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) macht zumindest die jüngere X4-Generation einen „Musterschüler-Eindruck“, der laut „Auto Bild TÜV-Report 2026“ nur leicht getrübt wird.

  • Modellhistorie: Im Jahr 2014 startete der X4 in den Verkauf. Die Zweitauflage debütierte Mitte 2018 - mit Digitalinstrumenten, mehr Assistenzsystemen, einem Plus an Beinfreiheit im Fond, serienmäßig elektrischer Heckklappe und vergrößertem Kofferraum.Neue Scheinwerfer und retuschierte Rückleuchten, größere Bildschirme in Serie sowie nochmals verbesserte Assistenzsysteme waren das Ergebnis der Überarbeitung von 2021, die dem Modell auch eine überarbeitete BMW-Niere an der Front brachte. Anders als das Ausgangsmodell X3, das 2025 ein Nachfolgemodell erhielt, lief der X4 dann aus. 
  • Karosserie und Varianten: Die Dachlinie fällt coupéhaft nach hinten ab, anders als ein klassisches Coupé hat der X4 aber vier statt nur zwei Seitentüren und fünf statt vier Sitze. Den sportlichen Zuschnitt zahlen Insassen mit Platzeinbußen im Fond gegenüber dem Brudermodell X3, dafür ist das Fahrwerk straffer abgestimmt.Den Trimm-Dich-Anspruch verkörpert die Topversion M Competition mit 375 kW (510 PS) am besten. Anders als der X3 wurde das SUV-Coupé nicht mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb angeboten, aber mit einem Mild-Hybrid mit 48-Volt-Technik. 
  • Abmessungen (laut ADAC): Erste Generation: 4,67 m x 1,88 m x 1,62 m (LxB xH), Kofferraumvolumen: 500 l bis 1.400 l.Zweite Generation: 4,73 bis 4,76 m x 1,92 m bis 1,94 m x 1,62 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 525 bis 1.430 l. 
  • Stärken: Der TÜV-Report lobt wie beim X3 das Zusammentreffen von Dynamik, Komfort und hochwertiger Verarbeitung. Die jüngere Version brilliert bei Achsaufhängungen sowie Federn und Dämpfern.Beide Generationen zeigen sich im Lichtkapitel - vor allem bei Abblendlicht und Rückleuchten - sowie bei Funktion von Fuß- und Feststellbremse wie auch den Bremsleitungen und -schläuchen als überdurchschnittlich robust. Rost an Abgasanlagen: „keine Problemzone“. 
  • Schwächen: Achsfedern und Dämpfung sind zum vierten Check im Alter von neun Jahren für den Vorgänger-X4 ein Problem, und die Abgasuntersuchung (AU) wird öfter nicht bestanden. Ab diesem Alter werden auch die Lenkanlage und die Spurstangen überdurchschnittlich oft moniert.Der neuere X4 fällt hier und da mit Ölverlust auf, „übersteigt aber die kritische Marke nicht“. Allerdings trafen die Modelle auch einige Rückrufe, zum Beispiel wegen Brandgefahr aufgrund fehlerhafter AGR-Kühler oder Problemen mit den Airbag-Gasgeneratoren. 
  • Pannenverhalten: In der ADAC-Pannenstatistik schneidet das SUV-Coupé aus München seit Jahren stets gut ab. Das Modell „sei durchgehend sehr zuverlässig“. Irgendwelche Pannenschwerpunkte? Auffällige Bauteile gebe es nicht, so der Club. 
  • Motoren: Erste Generation: Benziner (Vier- und Sechszylinder in Reihe, Allradantrieb): 135 kW/184 PS bis 265 kW/360 PS; Diesel (Vier- und Sechszylinder in Reihe, Allradantrieb): 140 kW/190 PS bis 230 kW/313 PS.Zweite Generation: Benziner (Vier- und Sechszylinder in Reihe, Allradantrieb): 135 kW/184 PS bis 375 kW/510 PS; Diesel (Vier- und Sechszylinder in Reihe, Allradantrieb): 140 kW/190 PS bis 250 kW/340 PS.

Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern - drei Preisbeispiele:

  • X4 xDrive 20d (6/2015); 140 kW/190 PS (Vierzylinder); 166.000 Kilometer; 15.877 Euro.
  • X4 M40i (6/2020); 265 kW/360 PS (Sechszylinder); 84.000 Kilometer; 38.710 Euro.
  • X4 M xDrive Competition (6/2023); 375 kW/510 PS (Sechszylinder); 45.000 Kilometer; 59.331 Euro.

© dpa-infocom, dpa:260528-930-143295/1


Von dpa
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