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Veröffentlicht am 03.09.2026 10:54

Kein Eintracht-Knall: Krösche bleibt Sportvorstand

Markus Krösche bleibt vorerst weiter Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. (Archivbild) (Foto: Andreas Arnold/dpa)
Markus Krösche bleibt vorerst weiter Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. (Archivbild) (Foto: Andreas Arnold/dpa)
Markus Krösche bleibt vorerst weiter Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. (Archivbild) (Foto: Andreas Arnold/dpa)

Der große Knall ist ausgeblieben. Markus Krösche erfüllt vorerst weiter seinen Job als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt - und das „mit voller Überzeugung“, wie der 45-Jährige nach der Aufsichtsratssitzung des Fußball-Bundesligisten bekräftigte.

In den Tagen zuvor war viel über eine mögliche Blitztrennung zwischen Krösche und der Eintracht spekuliert worden. Dazu kam es nicht. Was aber nicht überraschte. Schließlich befasste sich das Frankfurter Führungsgremium bei dem Treffen am Mittwochnachmittag nicht explizit mit der Personalie Krösche.

Schwerpunkte des Treffens waren vielmehr die aktuelle sportliche und wirtschaftliche Situation des Vereins sowie die Entscheidungen der zurückliegenden Transferphase, die laut Aufsichtsratschef Mathias Beck „ausführlich und konstruktiv“ erörtert wurden.

Sportvorstand in der Kritik 

„Unser Fokus richtete sich in den letzten Wochen darauf, die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison zu schaffen. Das ist der sportlichen Führung gelungen“, befand Beck. Es bestehe „Einigkeit darüber, dass wir die vor uns liegenden Aufgaben weiter mit großer Geschlossenheit angehen wollen.“ Punkt für Krösche.

Was nicht heißen muss, dass nun Ruhe einkehrt am Frankfurter Stadtwald. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll es in den kommenden Tagen und Wochen weitere Gespräche über die Zukunft von Krösche geben, dessen Vertrag bei der Eintracht noch bis zum 30. Juni 2028 gültig ist.

Die Magie des einst gefeierten und von mehreren Spitzenvereinen umworbenen Top-Managers ist verflogen. Ob die lautstarke Kritik an Krösche demnächst leiser wird, hängt vor allem von den sportlichen Ergebnissen der Mannschaft ab. Nicht wenige werfen Krösche vor, dass es ihm nicht gelungen sei, einen Kader für diese Saison zusammenzustellen, der höheren Ansprüchen genügt. 

Finanzielle Entlastung beeindruckt den Aufsichtsrat

Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff ist die Personaldecke dünn, weil die nötigen Verstärkungen ausblieben. Die angestrebte Rückkehr nach Europa dürfte nur schwer zu realisieren sein. Und mit Trainer Adi Hütter funkt der Sportvorstand auch nicht gerade auf einer Welle. Das Verhältnis gilt als belastet.

Immerhin hat es Krösche geschafft, den aufgeblähten Kader zu verschlanken und für den notwendigen Transferüberschuss zu sorgen. Die Verkäufe von Nathaniel Brown (Bayern München), Aurele Amenda (Coventry City) und Rasmus Kristensen (FC Midtjylland) brachten rund 80 Millionen Euro ein. 

Dank der auf den letzten Drücker getätigten und mit einer Kaufverpflichtung im kommenden Sommer verbundenen Leihgeschäfte für Jean-Matteo Bahoya (Leeds United) und Hugo Larsson (FC Fulham) hat die Eintracht für die Saison 2027/28 zudem schon etwa 50 Millionen Euro auf der Habenseite sicher. Zur finanziellen Entlastung trägt auch die Abgabe von Topverdienern wie Arthur Theate, Michy Batshuayi, Ellyes Skhiri, Elye Wahi oder Torwart Michael Zetterer bei. 

Damit hat Krösche den Aufsichtsrat beeindruckt - und sich selbst ein wenig Luft verschafft. „Die zurückliegende Transferphase war anspruchsvoll und von einem in diesem Jahr außergewöhnlichen Marktumfeld geprägt. Vor diesem Hintergrund haben wir mit insgesamt 38 Transferbewegungen und unter Berücksichtigung unserer sportlichen wie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die erforderlichen Anpassungen im Kader vorgenommen“, sagte der Sportvorstand. Wie lange Krösche noch hinter seinem Schreibtisch bei der Eintracht sitzt, ist dennoch weiter offen.

© dpa-infocom, dpa:260903-930-626229/1


Von dpa
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