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Veröffentlicht am 05.04.2026 05:02, aktualisiert am 05.04.2026 17:17

„Kein Pardon“: Minister verurteilt Fußball-Krawalle scharf

Beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC kam es zu Ausschreitungen. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)
Beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC kam es zu Ausschreitungen. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)
Beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC kam es zu Ausschreitungen. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)

Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) hat die Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC scharf verurteilt und Konsequenzen angedroht. „Nach diesem erneuten Skandalspiel kann es für die weiteren Verhandlungen oder Gespräche kein Pardon mehr geben. Meine Geduld hat hier endgültig ein Ende“, sagte Schuster der Deutschen Presse-Agentur.

Die Vorkommnisse am Samstagabend stünden symbolisch für eine „Gewaltfolklore“ in deutschen Fußballstadien und stellten den gesamten bisherigen Verhandlungsweg mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) infrage. 

Krawalle sind Thema der nächsten Innenministerkonferenz

„Die Ergebnisse einer präzisen Aufarbeitung dieses Spiels durch die Vereine und die Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei lasse ich mir persönlich vorlegen“, betonte Schuster. „Der Charakter einer kommenden Innenministerkonferenz wird auch maßgeblich davon geprägt sein, wie drakonisch die Konsequenzen sind, die aus diesen Krawallexzesse gezogen werden. DFB, DFL und die Vereine können nur noch mit Wirkung überzeugen.“

Beim Spiel zwischen Dynamo und der Berliner Hertha war im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion von beiden Fanlagern zunächst Pyrotechnik gezündet worden. Danach kletterten Fans über die Zäune. Dresdner Anhänger rannten vermummt entlang des Spielfeldes zum Hertha-Fanblock und entwendeten dort eine Gäste-Fahne. Pyrotechnik wurde hin und her geschossen.

Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Begegnung nach anfänglichem Abbrennen von Pyrotechnik ein zweites Mal unterbrechen und schickte die Teams in die Kabine. Polizisten versuchten, das Geschehen in den Griff zu bekommen. Die Dresdner Polizei hat mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren eingeleitet.

© dpa-infocom, dpa:260405-930-907276/4


Von dpa
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