Für knapp jeden vierten Versicherten (23,5 Prozent) ändert sich für 2027 in der Kfz-Haftpflicht die Regionalklasse. Das teilte der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) mit.
Grundlage der jährlichen Berechnung ist, wo die meisten oder teuersten Schäden entstehen. Demnach haben beispielsweise die Zulassungsbezirke Elbe-Elster und Prignitz in Brandenburg, Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz und Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen besonders gute Schadenbilanzen - und entsprechend günstigere Einstufungen.
Der Bezirk Elbe-Elster in Brandenburg kann sich wie im Vorjahr über die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung freuen. Hier liegen die Schäden rund 33 Prozent niedriger als im Durchschnitt.
Hohe Regionalklassen gibt es oft in Ballungsräumen. „Besonders Großstädte schneiden häufig schlechter ab als ländliche Regionen“, äußert sich GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Die schlechteste Bilanz hat demnach wie im Vorjahr Offenbach, jedoch dicht gefolgt von Gelsenkirchen und Berlin. Hier liegen die Schäden um bis zu 39 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
Neue Regionalklassen gelten künftig auch für die Voll- und Teilkaskoversicherung. Insgesamt ändert sich aber nur wenig. So kommen hier 2,4 Millionen Kaskoversicherte in niedrigere und ebenfalls etwa 2,4 Millionen in höhere Klassen, erläutert der GDV. Für die meisten der 38 Millionen Kaskoversicherten ändert sich wiederum nichts. So bleiben für rund 33 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherten die alten Klassen relevant. Das sind fast 87 Prozent.
Grundsätzlich gilt:
Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungen unverbindlich. Sie kann ab sofort bei Neuverträgen und für bestehende Verträge ab dem nächsten Versicherungsjahr angewendet werden, teilte der GDV mit.
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