Möchte man herausfinden, ob Inhalte mit oder ohne Hilfe von künstlicher Intelligenz entstanden sind, darf man nicht mit realistischen Ergebnissen rechnen, wenn Menschen zurückblicken: Schon nach einer Woche sinkt die Wahrscheinlichkeit mitunter drastisch, dass sich Menschen korrekt erinnern, wie genau ein Inhalt zustande kam. Das haben Forschende der Universität Bayreuth und der Aalto University in Helsinki in einer Studie herausgefunden.
Besonders auffällig waren in der Untersuchung demnach Workflows, in der menschliche und künstliche Intelligenz gemischt wurden. Soll heißen: Die Idee stammt von der KI und der Mensch hat sie ausformuliert oder umgekehrt.
Hat man selbst eine ursprünglich KI-generierte Idee ausformuliert, sinke die Wahrscheinlichkeit, sich korrekt an die Entstehung des Inhalts zu erinnern, in diesem Setting nach sieben Tagen auf 37,7 Prozent.
Umgekehrt bestehe eine Wahrscheinlichkeit von 64 Prozent, eine ursprünglich eigene Idee nach einer Woche korrekt als solche zu erkennen, wenn man sie anschließend von einer KI hat ausformulieren lassen.
Basierend auf diesen Ergebnissen haben die Forschenden zwei Gefahren im Umgang mit KI durch Erinnerungslücken identifiziert:
Es ist also unrealistisch, KI-Nutzung sowie deren Ausmaß aus der Erinnerung von Menschen zu rekonstruieren. Die Forschenden schlagen deshalb als sinnvolleren Ansatz vor, bei Bedarf die Entstehung von Inhalten von Anfang an zu dokumentieren.
Für die Studie hatten 184 Menschen an einem Experiment teilgenommen. Sie mussten Texte mit oder ohne KI-Hilfe erstellen und wurden dann nach einer Woche zur Entstehung der Idee und zur Ausformulierung des Textes befragt.
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