Ein freudiges Hallo da, eine Begrüßung per Handschlag hier, eine herzliche Umarmung dort: Die Kinderzech-Festspieler haben sich zu ihrer ersten Probe getroffen. Traditionell wechselt die Besetzung im zweijährigen Turnus. In diesem Jahr ist die Gruppe um Robert Hippelein an der Reihe.
Maximilian Mattausch, Sprecher des Kinderzech-Vorstands und Assistent der Spielleitung in Personalunion, begrüßte die Aktiven im Schrannenfestsaal, wo die Rollenträger bis zur Premiere am Samstag, 18. Juli, wöchentlich arbeiten werden, um die dramatische Handlung des Festspiels auf die Bühne zu bringen.
Die Besetzung Hippelein habe vor zwei Jahren das Publikum mit ihrer Darbietung bewegt. Daran soll laut Mattausch nun angeknüpft werden. Wie er ankündigte, soll bei den Proben an einigen Szenen intensiver gearbeitet werden, damit die Festspiel-Familie dann das tun könne, was sie am besten könne: Das Stück überzeugend präsentieren und inspirieren.
Spielleiterin Sabine Lober sieht die Aktiven als Familie, in der man auf den anderen vertrauen kann. Sie hob den Zusammenhalt und den Gemeinschaftssinn hervor. Die erste Probe sei wie „Heimkommen”: Die Festspieler kehren an einen vertrauten Ort zurück, sehen vertraute Gesichter und tauchen in eine andere Zeit und Welt ein.
Mit dem Probenauftakt beginnt für die Kinderzeche die heiße Phase der Vorbereitung auf das Heimatfest, das in diesem Jahr vom 17. bis zum 26. Juli stattfindet. Der Termin richtet sich stets nach dem Datum des dritten Montags im Juli, der auch heute noch als Haupttag der Kinderzeche gilt.
Die Besetzungen des Kinderzech-Festspiels werden nach dem Rollenträger des Festspiel-Charakters Leonhard Wigerlein, dem regierenden Bürgermeister der Reichsstadt Dinkelbühl, benannt. In diesem Jahr ist es Robert Hippelein, der zum letzten Mal die Rolle übernehmen wird, wie es hieß.
Wenn sich mehr Menschen an den Text des Festspiels hielten, wäre „die Welt ein Stück einfacher”, meinte Hippelein bevor die erste Probe losging.