Matthias Rößlers Start als Bürgermeister in Wettringen 2020 lief alles andere als optimal, hatte er auf der Nominierungsversammlung im Dezember in Wettringen verraten. Die komplexen bürokratischen Abläufe waren neu für ihn und er hatte sich in der Anfangsphase alleingelassen gefühlt.
Aber trotz dieser Schwierigkeiten habe er sich schnell in seinem Amt wohlgefühlt. So wohl, dass der Gailnauer nun eine zweite Amtszeit in Wettringen und für seine knapp 1000 Einwohnerinnen und Einwohner anstrebt.
Sowohl die Wählergruppe Wettringen als auch die Wählergruppe Gailnau haben den 59-Jährigen zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. In Wettringen bekam er 50 von 53 Stimmen. Rößler ist der einzige Kandidierende. Laut eigener Aussage seien in den vergangenen Jahren viele Projekte angestoßen worden, die nun kurz vor der Umsetzung stünden. Mit Blick in die Zukunft betonte Rößler: „In den kommenden Jahren wird viel passieren.” Gerade die geplante industrielle Neuansiedlung in Wettringen bringe zusätzlichen finanziellen Spielraum. Dies eröffne neue Möglichkeiten für Investitionen und Entwicklungen: „Durch die Neuansiedlung haben wir unsere Kasse aufgebessert. Dadurch sind nun auch Projekte möglich, die nicht zu den Pflichtaufgaben gehören.”
Wegen der Industrie muss das Klärsystem aber auch neu geplant werden. Außerdem will sich der Bürgermeister um den Glasfaserausbau kümmern – Fördermittel seien bereits bewilligt worden. Und auch die Dorferneuerung mit Straßenerneuerungen stehen auf der Agenda. Dazu ist das Feuerwehrhaus in Gailnau in die Jahre gekommen. Rößler will sich für einen Neubau einsetzen. Er betonte, dass er sich in den vergangenen Jahren sehr gut aufgenommen gefühlt habe: „Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Gailnauer in Wettringen als Bürgermeister gewählt wird.”
Außerdem treten zwölf Personen aus Wettringen und sechs Personen aus Gailnau für Plätze im zwölfköpfigen Gemeinderat an. Auf beiden Listen ist jeweils nur eine Frau. Die Gemeinderatsmitglieder Martin Frank, Irene Lang, Nadja Rößler und Markus Wack treten nicht mehr an.