Lust auf Kommunalpolitik haben zwölf Sugenheimer bei der Nominierungsversammlung der Unabhängigen Wähler Sugenheim UWS am Freitagabend im Schäferhaus bekundet.
Zur Liste gehören die bisherigen Gemeinderäte Eva und Andreas Bauer sowie Neulinge mit ganz verschiedenen Berufen und Interessensgebieten. Bei 14 Plätzen im Gemeinderat ist die Liste zwar nicht ganz voll geworden. Das sei aber nicht schlimm, meinte Eva Bauer, die als Vorsitzende der Wählergemeinschaft die Versammlung leitete und aktuell im Gemeinderat als dritte Bürgermeisterin amtiert.
Bauer freute sich über ein vergleichsweise junges Team (Durchschnittsalter 39 Jahre), das als „gute Mischung“ in etwa die Sugenheimer Bürgerschaft widerspiegele. Als Listenälteste steht Birgit Reich für den Bereich Pflege und Gesundheit. Sie ist eine der vier ehrenamtlichen Sugenheimer Pflegelotsen, die sich vor kurzem in der Ehegrundgemeinde formiert haben.
Mit Andreas Zink und Thomas Baumann ist die Unternehmerschaft vertreten. Zu den Selbstständigen im Rat gehören ebenso Landwirt Andreas Bauer, Landwirt Christian Kapp und Malermeister Thomas Herbolsheimer.
Mit technischen Anlagen, hierunter auch erneuerbarer Energie, kennen sich Max Schwarzenbach und Edgar Eberlein gut aus. Für Drucksachen sind Patrick Lang und Thomas Baumann die richtigen Ansprechpartner. Zur Situation von Staedtler hat Fabian Bröse sicherlich Hintergrundwissen, da er als Abteilungsleiter des Unternehmens in Nürnberg arbeitet.
Viele Kandidatinnen und Kandidaten sind in den Sugenheimer Vereinen, oft bei der Feuerwehr aktiv. Mit Florian Pfeiffer kandidiert der Vorsitzende der Sugenheimer Musikanten. Alle Bewerberinnen und Bewerber für einen Sitz im Gemeinderat fühlen sich eng mit ihrer Heimatgemeinde verbunden und wollen etwas von dem zurückgeben, was ihnen der Ort in der Zeit, als sie dort aufwachsen und lernen durften, gegeben hat.
Nach der Vorstellungsrunde – bis auf Edgar Eberlein waren alle persönlich anwesend – votierten die 19 Versammlungsteilnehmerinnen und -teilnehmer in einer Blockabstimmung geschlossen für die vom Vorstand vorgelegte Liste. Der Verein UWS gründete sich 2002 und zählt aktuell 29 Mitglieder.
Eva Bauer bedauerte, dass trotz ihrer Bemühungen nur zwei Frauen auf der Liste stehen. Das sei dann eben so, vielleicht auch repräsentativ für die aktuelle Gesellschaft, meinte sie. Da die Kommunalwahl ohnehin eine Persönlichkeitswahl ist, verzichtete die Versammlung auf eine Doppelung von Kandidatinnen und Kandidaten. Die Bürger kämen sonst bei der Verteilung ihrer 14 Stimmen vielleicht durcheinander und es entstünden unnötig ungültige Stimmzettel, hieß es.
Das Alter bezieht sich auf den Wahltag.