Keine Überraschung in Wettringen: Matthias Rößler erhielt 91,6 Prozent der Stimmen. Der 59-Jährige war der einzige Kandidat für das Bürgermeisteramt.
Dass er 3,8 Prozentpunkte weniger als 2020 erhalten hat, konnte Rößlers Stimmung nicht trüben: „Ich bin zufrieden. Mir war vorher klar, dass ich etwas verlieren werde – allen kann man es nicht recht machen.” Auf Rößler fielen 428 von 512 abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,2 Prozent.
Unter der ersten Amtszeit des Gailnauers ergab sich eine bald stattfindende Neuansiedlung von Industrie. Er rechnet darum mit demnächst vollen Kassen. Dies eröffne neue Möglichkeiten für Investitionen und Entwicklungen – in den kommenden Jahren werde „viel passieren”, verkündete er auf der Nominierungsversammlung im Dezember.
Diese vollen Kassen kann er brauchen: Für die Ansiedlung plant er das Klärsystem neu, außerdem will er sich um den Glasfaserausbau kümmern und hat die Dorferneuerung mit Straßenerneuerungen auf der Agenda. Auch das in die Jahre gekommene Feuerwehrhaus in Gailnau soll einen Ersatz bekommen.
Matthias Rößler erhielt bei der vergangenen Wahl 95,1 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung in Wettringen lag damals bei 65,3 Prozent.
Gespannt ist der alte und neue Bürgermeister auf den neugewählten Gemeinderat: Von den aktuellen zwölf Mitgliedern treten nur noch acht wieder an. „Wir haben sicher vier Plätze neu zu besetzen”, erklärte Rößler. Die Integration der neuen Gemeinderätinnen und -räte wird zu seinen Aufgaben gehören.
Die Wählergruppe Wettringen erreicht neun Sitze, die Wählergruppe Gailnau drei.