Der Umbau des Lagerhauses zum Jugendzentrum, die Nutzung des alten Feuerwehrhauses für den Bauhof sowie die Dorferneuerung Aufkirchen stehen auf der Prioritätenliste des Gerolfinger Rats ganz oben. Die genannten Projekte kommen allerdings nach Meinung des Gremiums nicht richtig voran. Das wurde bei den Haushaltsberatungen deutlich.
Ins Stocken geraten sei das Projekt Jugendzentrum, weshalb Bürgermeister Karl Fickel einen runden Tisch aus Gemeinderat, Entwicklungsgesellschaft Region Hesselberg und dem Träger der Evangelischen Jugendarbeit in Pappenheim anstrebt.
Es seien 30.000 Euro für die Planung des Gesamtprojekts mit künftiger Nutzung des angebauten alten Feuerwehrhauses im Etat eingeplant, führte Fickel an. Hier plädierte Gemeinderat Martin Joas für eine pragmatische Lösung. Im Feuerwehrhaus gebe es trockene und warme Räume für die Bauhofmitarbeiter, die eingebauten Tore müssten nicht zwingend erneuert werden und die Kommunalfahrzeuge hätten ausreichend Platz. Einig war sich das Gremium, dass ein künftiges Jugendzentrum im ehemaligen Lagerhaus ordentlich geplant und alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden müssen.
Bei der Dorferneuerung Aufkirchen seien Kanal- und Wasserleitungsverlegung weit fortgeschritten, hieß es. Der Straßenausbau im südlichen Ortsbereich und rund um das Rathaus stehe nun an. Ausschreibung und Ausführung liegen in den Händen des Verbands für Ländliche Entwicklung. Die Kosten für die Arbeiten wurden vom Bürgermeister auf 2,5 Millionen Euro bei einer Förderquote von 55 Prozent beziffert.
Im Haushalt soll auch der Verkauf des Glasfasernetzes in Gerolfingen und im ersten Bauabschnitt in Aufkirchen berücksichtigt werden. Der Betreiber des Netzes hat laut dem Bürgermeister bereits Interesse am Kauf der Infrastruktur gezeigt.
Zu Beginn der Sitzung stellte Stefan Herrmann, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Hesselberg, die Planungen zur Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich vor. Die Betreuung erfolgt in der Grundschule Hesselberg-Süd in Wittelshofen, jedoch muss das Gebäude umfassend saniert werden. In das Gebäude sollen die Ganztagsbetreuung sowie Räume für die Wittelshofener Kita integriert werden.
Die erfolgte Bedarfsabfrage hatte, so Herrmann, mit 32 Prozent keine hohe Rücklaufquote. Dementsprechend ermittelt wurden 22 Kinder für eine Mittags- und Nachmittagsbetreuung. Hochgerechnet auf einen Rücklauf von 100 Prozent ergäbe das einen Bedarf von 68 Plätzen. Unter Berücksichtigung der Schülerzahlen der kommenden sechs Jahre läge der Betreuungsbedarf bei 80 Essensteilnehmenden, fasste der Geschäftsleiter zusammen. Auf Grundlage dieser Zahlen sollen auch die Förderanträge gestellt werden. Der Gemeinderat stimmte dem zu. Eine Ferienbetreuung könnte auch in interkommunaler Zusammenarbeit organisiert werden, hieß es ergänzend.
Angeregt wurde, den Gerolfinger Badeweiher frühzeitig aufzustauen, damit genügend Wasser für die Badegäste im Sommer vorhanden sei.