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Veröffentlicht am 27.02.2026 06:00

Langfurth im Blick: Unterstützung für den Rathauschef

Der Dorfladen sichert die Nahversorgung im Ort und darüber hinaus. (Foto: Fritz Zinnecker)
Der Dorfladen sichert die Nahversorgung im Ort und darüber hinaus. (Foto: Fritz Zinnecker)
Der Dorfladen sichert die Nahversorgung im Ort und darüber hinaus. (Foto: Fritz Zinnecker)

Die Kommunalwahl wirft auch in der etwa 2050 Einwohner zählenden selbstständigen Gemeinde Langfurth ihre Schatten voraus. Der amtierende Rathauschef Simon Schäffler ist der einzige Bürgermeister-Kandidat und wird von den vier bestehenden Freien Wählergemeinschaften unterstützt.

In den Ortsteilen Ammelbruch, Dorfkemmathen, Matzmannsdorf, Oberkemmathen, Schlierberg, Stöckau, Sägmühle und Neumühle gibt es zusammen mit den Bewerbern auf der CSU-Liste insgesamt fünf Gruppierungen mit Kandidierenden für die 14 Sitze im Ratsgremium.

Im Kernort prägen Grundschule, Kindergarten, Arzt, Zahnarzt, Physiotherapie, Dorfladen mit Postfiliale, Bäckerladen, Tankstelle, Kapelle, Handwerksbetriebe, die Filiale einer regionalen Bank und viele Vereine das Dorfleben. Die als Kreisstraße AN 50 gewidmete Ortsdurchfahrt wurde im vergangenen Jahr über das Deckenbauprogramm des Landkreises Ansbach saniert. Dabei wurden auch die Versorgungsleitungen ausgetauscht sowie die Straßenbeleuchtung und die Gehwege erneuert. Im laufenden Jahr folgt die Ortsdurchfahrt in Ammelbruch und der Neubau des Geh- und Radwegs Langfurth–Ammelbruch.

Die fünf Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde vermitteln der Bevölkerung durch ihr ehrenamtliches Engagement ein Gefühl der Sicherheit. Die Gaststätten „Grüner Baum“ und „Zweite Heimat“ bieten ihren Gästen aus nah und fern genussvolles Essen und Getränke an. Auch in Dorfkemmathen ist das Gasthaus „Zum Greifen“ noch geöffnet, während die Gaststätten in den übrigen Orten ihren Zapfhahn längst geschlossen haben.

Glasfaserausbau geht voran

Im Bereich Langfurth-Nord ist das Glasfasernetz FTTH (Fiber To The Home) eingerichtet, was auch für die Ortsteile Matzmannsdorf, Schlierberg, Stöckau, Neumühle und Sägmühle sowie für die Schule und das Rathaus gilt. Bis Ende 2027 sollen die restlichen rund 600 Anschlüsse in der Gemeinde ausgeführt werden.

Die Gemeinde wächst

Die Geburtenzahl in der Kommune steigt und es gibt auch immer wieder Zuzüge. Durch die Ausweisung neuer Baugebiete will der Gemeinderat der Nachfrage von Bauwerbern gerecht werden. In Oberkemmathen kann im „Brummfeld II“ sofort gebaut werden.

Die Baugebiete in Ammelbruch „Hesselbergblick II“ und in Langfurth sollen zunächst nur formell vorbereitet werden. Denn die Erschließung sei abhängig vom Bedarf, informierte Rathauschef Schäffler. Sobald sich bessere Rahmenbedingungen für Bauwillige abzeichnen, könne die Erschließung beginnen. Die Auflösung aller Einzelkläranlagen und deren Anschluss an die Zentralkläranlage in Langfurth ist vollzogen.

Krippenneubauten für mehr Betreuungsplätze

Die zunächst fehlenden, aber dringend benötigten Krippen- und Kindergartenplätze wurden in der zu Ende gehenden Amtsperiode durch den bereits 2023 fertiggestellten Neubau der Krippe in Ammelbruch mit zwölf Plätzen und durch die seit 2024 zur Verfügung stehende Krippe in Langfurth für 24 Kleinkinder geschaffen. Allein die Baumaßnahme in Langfurth für die jüngsten Gemeindebürger schlug mit knapp 1,6 Millionen Euro zu Buche, war aber als Standortfaktor einer familienfreundlichen Kommune sehr bedeutsam.

Aufgrund dieses wichtigen, aber teuren Projekts war der seit langer Zeit fällige Neubau des Bauhofs in den Hintergrund gedrängt worden. Dieser wurde schließlich im Vorjahr im Sulzachgrund bei Oberkemmathen mit einer Warmhalle, zwei Kalthallen und den erforderlichen Technik- und Personalräumen errichtet. Er ist bereits in Betrieb genommen.

Falls die finanziellen Voraussetzungen für die Gemeinde gegeben sind, soll auf der ehemaligen Scheibenkörpertauchanlage eine weitere Kalthalle entstehen. Damit würde man sich den teuren Abriss der alten Einrichtung sparen.

Für den kommunalen Friedhof in Langfurth wurde zwischenzeitlich eine neue Satzung eingeführt. Dem Wunsch der Bevölkerung entsprechend sind jetzt auch neue Bestattungsformen mit Rasengräbern für Urnen und Särge möglich.

Ganztagsbetreuung an der Grundschule

In der 1995 erbauten Grundschule werden in diesem Schuljahr rund 120 Schüler aus dem Schulverband Langfurth-Burk in den Klassen eins bis vier unterrichtet, die Tendenz ist weiter steigend. Ab dem Schuljahr 2026/27 ist die durchgehende Doppelzügigkeit erreicht.

Zusammen mit der Gemeinde Burk richtet sich der Fokus nunmehr auf die ab 2026 gesetzlich vorgeschriebene Ganztagsbetreuung. Hierzu wurden in der Schulverbandsversammlung die Pläne vorgestellt. Laut Bürgermeister Schäffler befinde man sich in der intensiven Vorbereitungsphase bezüglich des Personals und des Caterings. Die Aufträge für bauliche Veränderungen wurden bereits vergeben.


Von Fritz Zinnecker
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