Wenn am Wochenende bunte Wagen durch die Straßen ziehen, Konfetti durch die Luft wirbelt und tausende Jecken ausgelassen feiern, sollten Hundebesitzer auf eines ganz bewusst verzichten: ihren eigenen Vierbeiner.
Vor allem die Lautstärke ist ein Problem: Die enorme Geräuschkulisse ist eine Belastung für das empfindliche Hundeohr, so Heimtier-Expertin Sabrina Karl von Vier Pfoten. Aber auch das dichte Gedränge kann den Tieren zusetzen, da sie sich weder frei bewegen noch zurückziehen können.
Inmitten des Gedränges geraten Hunde schnell zwischen die Beine der Feiernden, werden zur Seite geschoben oder versehentlich getreten. Für sie ist ein Karnevalsumzug purer Stress. „Es kann dann sogar passieren, dass sie aus Panik oder vor Schmerzen zuschnappen.“
In ausgelassener Stimmung geht schnell mal eine Flasche zu Bruch. Treten Hunde in die herumliegenden Scherben, können sie sich an den Pfoten verletzen. Landen Bonbons oder Schokolade auf dem Boden, ist das für manche Hunde verlockend. Doch die Süßigkeiten können – je nach Inhaltsstoffen und Menge – auch zu Vergiftungen führen.
Auch auf Verkleidungen für den Liebling sollte man verzichten. Zum einen schränken sie Hunde in ihrer Bewegungsfreiheit und Körpersprache ein. Zum anderen können Kostüme durch Reibung oder minderwertige Stoffe Hautreizungen und allergische Reaktionen verursachen.
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