Lehrhüten in Triesdorf: Lehranstalten feiern neue Schäfer-Gesellen und Meister | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 16.09.2025 17:26

Lehrhüten in Triesdorf: Lehranstalten feiern neue Schäfer-Gesellen und Meister

Vor der Freisprechungsfeier fand in Triesdorf das 42. Lehrhüten statt. Die neuen Schäfermeisterinnen und Schäfermeister stellten sich unter Beweis. (Foto: René Chlopotowski)
Vor der Freisprechungsfeier fand in Triesdorf das 42. Lehrhüten statt. Die neuen Schäfermeisterinnen und Schäfermeister stellten sich unter Beweis. (Foto: René Chlopotowski)
Vor der Freisprechungsfeier fand in Triesdorf das 42. Lehrhüten statt. Die neuen Schäfermeisterinnen und Schäfermeister stellten sich unter Beweis. (Foto: René Chlopotowski)

Die bundesweite Bedeutung in der Schäferausbildung ist mit dem Lehrhüten erneut unter Beweis gestellt worden. Veranstaltet wurde es von den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf (LLA).

Nach der Freisprechung der neuen Schäfergesellinnen und -gesellen und der Übergabe der Hütebriefe nach der erfolgreichen Teilnahme am Lehrhüten wurden auch zehn neue Schäfermeisterinnen und -meister freigesprochen.

Ein großer Teil von ihnen kommt aus Baden-Württemberg bis Nordrhein-Westfalen. In der Feierstunde gingen Direktor Markus Heinz von den Lehranstalten und Bezirksrat Hans Popp auf die Bedeutung der Schafhaltung für die Landschaftspflege ein.

Wichtige Naturschutztätigkeit

Sie kündigten ein neues Seminarprogramm und ein Projekt zur Ackerbeweidung an und wiesen darauf hin, dass das Hüten von Schafen günstiger sei als Handarbeit oder das Mähen von ungünstigem Gelände mit Maschinen. Deshalb könne die Arbeit der Schäfer als wichtige Naturschutztätigkeit bezeichnet werden. Das Lehrhüten mache den richtigen Umgang mit Hunden deutlich, die als günstige und lebende Zäune fungieren.

Dr. Andreas Becker, Referent für Schafe und Ziegen im bayerischen Landwirtschaftsministerium, empfahl den jungen Schäfern, Netzwerke zu bilden, weil die Aufgaben von Einzelnen nicht zu schaffen seien. Er gab den Nachwuchskräften den Rat, ihren Beruf mit Leidenschaft anzugehen, weil Trägheit der Feind des Fortschrittes sei. Wie Josef Rebitzer als Vorsitzender des Prüfungsausschusses verwies auch Dr. Becker auf die Bedrohung durch große Beutegreifer. So seien in der Rhön wieder Wölfe unterwegs.

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Jahrgangsbester aus Rheinland-Pfalz

Jahrgangsbester bei den jungen Schäfern wurde Nick Brickmann aus Rheinland-Pfalz, der allerdings wegen einer Erkrankung nicht anwesend sein konnte. Die beste Meisterprüfung legte Peter Betz aus der Bogenmühle bei Parsberg in der Oberpfalz ab. Er führt auf dem elterlichen Milchviehbetrieb mit 80 Kühen eine eigene Schafherde mit 300 Tieren.

Ebenfalls aus dem Landkreis Neumarkt kommt Markus Nutz aus Siegenhofen. Der gelernte Industriemechaniker ist jetzt Angestellter einer Schäferei und machte seine Meisterarbeit zum Vergleich zweier Haltungsformen: auf Zwischenfrüchten und Winterweide. Beide wurden von der bayerischen Wollkönigin Jonine Staudacher und Johanna Mehringer von der Landesanstalt für Landwirtschaft Mit dem Meisterpreis der Staatsregierung und der Medaille des Landwirtschaftsministeriums ausgezeichnet.

Aus Mittelfranken kommen die neuen Schäfermeister Philip Maurer aus Polsingen und Moritz Wörlein aus Stopfenheim.


Von Fritz Arnold
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