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Veröffentlicht am 13.02.2024 07:35

Leichtathleten aus der Region holen in München Medaillen

Simon Körber vom TV Leutershausen gewann mit 1,95 m Silber im Hochsprung der Männer. (Foto: Theo Kiefner)
Simon Körber vom TV Leutershausen gewann mit 1,95 m Silber im Hochsprung der Männer. (Foto: Theo Kiefner)
Simon Körber vom TV Leutershausen gewann mit 1,95 m Silber im Hochsprung der Männer. (Foto: Theo Kiefner)

Bei den Bayerischen Hallen- und Winterwurfmeisterschaften in München gaben 865 Teilnehmer aus 152 Vereinen insgesamt 1298 Meldungen ab. Sportler aus der Region erkämpften etliche Medaillen.

Simon Körber (TV Leutershausen) zeigte im Hochsprungwettbewerb der Männer seine beste Leistung der Hallensaison. Von 1,83 m bis zu 1,95 m übersprang der Leutershäuser alle Höhen im ersten Versuch und holte hinter dem mit 1,98 m siegreichen Manuel Marko (MTV Ingolstadt) die Silbermedaille. An den 1,98 m scheiterte Körber knapp. Filip Hofmann vom TSV Ansbach hatte seinen optimalen Absprungpunkt nach 1,83 m und 1,86 m noch nicht getroffen. Bei 1,89 m musste der Ansbacher in den dritten Versuch, sicherte sich damit aber schon einen Podestplatz. Bei 1,92 m blieb die Latte gleich beim ersten Anlauf liegen, gleichbedeutend mit Bronze.

Der Neuendettelsauer Benedikt Dörr, zum Jahreswechsel vom TSV Ansbach zum TSV Zirndorf gewechselt, meldete sich nach einem Bänder- und Kapselriss am Sprungbein bei der Hochsprungentscheidung der Altersklasse U20 ins Wettkampfgeschehen zurück. Dörr schonte das gewohnte Sprungbein, übersprang beim zweiten Anlauf 1,69 m und sicherte sich damit Bronze.

Bei Stabhochspringer Leo Trumpp, zu Jahresbeginn vom TuS Feuchtwangen zum LAC Quelle Fürth gewechselt, fiel die begehrte 4-Meter-Marke. 3,50 m sowie die 3,60 m übersprang er auf Anhieb. Für die 3,70 m benötigte er zwei Anläufe, hatte damit bereits den Meistertitel der M15 sicher. Bei 3,81 m blieb die Latte erst beim dritten Versuch liegen, bei 3,91 m dann wieder im zweiten Versuch. An den vier Metern scheiterte Trumpp beim ersten Anlauf. Nach dem zweiten Versuch war Jubel angesagt. Die 4,10 m waren danach zu hoch.

Die Ansbacherin Luisa Frehner (Quelle Fürth, U20) hat eine mehrmonatige Verletzungspause hinter sich und nutzte die Meisterschaften mit einem Doppelstart als Wiedereinstieg. Über 800 m ordnete sie sich in der zweiten Startreihe ein, „merkte aber schon ziemlich schnell, dass es sich schwerfällig anfühlt“. Wegen des fehlenden Trainings zeigte sie sich mit 2:23,77 min und dem vierten Platz sehr zufrieden. Über 400 m kam Frehner gut aus dem Startblock, lief anfangs etwas verhalten und belegte mit 61,0 sec erneut Rang vier.

Der Neustädter Janosch Bimüller (Quelle Fürth) startete mit 3,75 m in die Stabhochsprungentscheidung der U20. An 3,90 m scheiterte er dreimal und belegte damit den vierten Platz.

Im 1500-m-Finale der Männer belegte der Scheinfelder Theodor Schell (LSC Höchstadt) nach 4:02,03 min den vierten Platz.

Kleinschrodt bei Männern etabliert

Eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften in Leipzig bestätigte Lukas Kleinschrodt (TSV Ansbach) erneut, dass er schon in seinem ersten Jahr in der Männerklasse ganz vorne dabei ist. Im Meisterschaftsrennen über 60 m Hürden ging der Ansbacher etwas zurückhaltend die erste Hürde an, um im Titelkampf fehlerfrei zu bleiben. Mit 8,32 sec blieb Kleinschrodt trotzdem nahe an seiner Bestleistung und lief souverän zur Goldmedaille. Als weiteren Test für die DM setzte der Landestrainer einen zusätzlichen Einlagelauf an und hier steigerte sich der neue Bayerische Meister auf 8,27 sec.

Teamkollegin Lara Baumann holte in der U20 mit einer Zeit von 19:57,83 min über 3000 Meter Gehen die Goldmedaille.

Vizemeister in der U18 wurde Matias Neutzler (TSV Ansbach) im Stabhochsprung. Der 16-jährige begann bei 3,40 m und musste erst bei 3,60 m mit Ständertiefe und Griffhöhe justieren. Die 3,70 Meter übersprang Neutzler souverän im ersten Versuch und sicherte sich dadurch Silber. Im Vorlauf der 60 Meter Hürden verbesserte Neutzler seine Bestzeit um 18 Hundertstel auf 9,42 sec und unterstrich damit seine gesteigerte Sprintgeschwindigkeit.

Für die 3000-Meter-Läufer Jared Halbig und Lucilla Osthus vom TSV Ansbach bot die Halle am Abend des ersten Wettkampftages die erwartet verbrauchte und sauerstoffarme Luft. Der Fokus der beiden U20-Läufer lag also auf der Platzierung. Halbig lief 10:00,21 min und gewann damit Bronze. Osthus kam nach 12:35,28 min ins Ziel und durfte damit ebenso als Drittplatzierte auf das Siegerpodest.

Christiane Hecht (TSV Ansbach, U18) blieb im 800-m-Lauf in den ersten Runden klug im Windschatten auf der Innenbahn. Auf der letzten Gegengeraden sprintete Hecht auf Platz vier, die Attacke auf Bronze war nicht von Erfolg gekrönt.

Der überaus talentierte M14-Kaderathlet Jakob Sand (TSV Ansbach) startete in die M15 hoch und steigerte im Stabhochsprung seine Bestleistung auf 2,95 m, gleichbedeutend mit Rang vier. Über 60 m Hürden qualifizierte sich Sand in 9,27 sec für den Endlauf. Hier steigerte sich der Ansbacher auf 9,22 sec und wurde Siebter. Über 60 m qualifizierte er sich mit 7,71 sec für die Endläufe, verzichtete aber zugunsten des zeitgleich angesetzten Stabhochsprungs.

Die U18-Staffel des TSV Ansbach gehört noch vollständig dem jüngeren Jahrgang an. Anna Wenk als Startläuferin, Amelie Dietrich, Anna-Lena Zolles und Schlussläuferin Leni Hecht drückten den Kreisrekord über 4x200 m unter die Zwei-Minuten-Marke: 1:59,52 min ergaben in der Gesamtwertung Platz acht.

Stabhochspringerin Carina Kilian vom TSV Ipsheim sicherte in der U20 mit 3,00 m, im ersten Versuch übersprungen, Bronze.

Parallel zu den Hallenmeisterschaften fanden auf der Anlage neben dem Olympiastadion die Winterwurfmeisterschaften statt. Im Kreis der deutlich jüngeren Konkurrentinnen setzte sich die für den TV Schwabach startende Ansbacherin Jennifer Vogt sehr gut in Szene und belegte mit ihren im dritten Durchgang erzielten 40,63 m den fünften Platz im Speerwurf der Frauen.


Von Jörg Behrendt und Erich Grau
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