Beim Hannover-Marathon gingen knapp 5000 Läuferinnen und Läufer an den Start, einige Hundert meldeten sich für die Deutschen Meisterschaften. Starter aus der Region erreichten bei idealen Bedingungen gute Zeiten und Platzierungen.
Die Meistertitel gingen nach Bayern und zwar an Domenika Meyer (LG Telis Finanz Regensburg) mit neuem Streckenrekord von 2:21:26 Stunden und Tom Thurley (Munich Athletics, 2:11:02). Den Gesamtsieg in der offenen Wertung holte nach 2:07:53 Stunden der Kenianer Maru Thomas Kibet.
Eine hervorragende Leistung zeigte der Ansbacher Dominik Friedrich, dessen sportliche Laufbahn beim TSV Ansbach begann und der nun beim MTV Ingolstadt ein starkes Team gefunden hat. Der 31-Jährige lief ein sehr gleichmäßiges Rennen. Nach 1:16:44 Stunden passierte er die Halbmarathonmarke.
„Es wurde erst ab Kilometer 35 mit Seitenstechen sehr hart”, berichtet Friedrich, der dadurch etwas Zeit verlor. Auf dem Schlussabschnitt zum Rathaus konnte er aber wieder sein gewohntes Tempo auf den Asphalt legen. Mit 2:33:50 Stunden verbesserte er seine persönliche Bestmarke um 40 Sekunden und belegte im Gesamteinlauf der DM-Wertung Rang 35. Gemeinsam mit Sebastian Götz (2:34:42) und Fabian Fontana (2:35:22) kam er in der Teamwertung auf Rang sechs. „Das Mannschaftsergebnis ist echt cool, weil wir alle auf einem so ähnlichen Niveau sind und uns so sehr viel gegenseitig helfen konnten”, so Friedrich.
Katja Fink vom TSV Burghaslach passierte nach 1:44:40 Stunden die Halbmarathonmarke, verlor jedoch im Schlussabschnitt etwas Zeit. Mit 3:34:58 Stunden konnte sich die 52-Jährige über einen ausgezeichneten sechsten Platz in der Altersklasse M55 freuen.
Maximilian Ohr vom SC Adelshofen erzielte ein beachtliches Ergebnis. Mit 2:46:45 Stunden belegte der 30-Jährige den 89. Platz in der Männerwertung der Deutschen Meisterschaft. Der gebürtige Rothenburger absolvierte erst seinen fünften Marathon und sammelte auf der flachen und schnellen Strecke unter starker Konkurrenz wertvolle Erfahrungen.
„Ich bin überwältigt. Ohne helfende Hände wäre so ein Resultat nicht möglich“, sagte Ohr. Mit konstantem Tempo und einer klugen Renneinteilung bewies der Läufer aus Adelshofen nicht nur Ausdauer, sondern auch taktisches Geschick. Die erreichte Zeit unterstreicht sein Potenzial und lässt auf weitere Leistungssteigerungen hoffen.
Der Triathlet Jan Härtfelder (TSV Rothenburg) finishte nach 3:45:01 Stunden als 285. der M30. Noch etwas länger unterwegs war Purity Jenninger aus Dinkelsbühl. 4:14:27 Stunden bedeuteten für die Ultraläuferin, die auch dieses Rennen in der Tracht ihres Heimatlandes Kenia bestritt, Platz 67 in der W40.