Letztes Sundance-Festival in Utah - Hollywoodstars vor Ort | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 23.01.2026 01:51

Letztes Sundance-Festival in Utah - Hollywoodstars vor Ort

Beim Sundance-Festival werden wieder viele Stars erwartet. (Archivbild) (Foto: Arthur Mola/Invision/AP/dpa)
Beim Sundance-Festival werden wieder viele Stars erwartet. (Archivbild) (Foto: Arthur Mola/Invision/AP/dpa)
Beim Sundance-Festival werden wieder viele Stars erwartet. (Archivbild) (Foto: Arthur Mola/Invision/AP/dpa)

Abschied von Robert Redford und von Park City: das von Oscar-Preisträger Redford begründete Sundance-Festival ist zum letzten Mal in dem Wintersportort im US-Bundesstaat Utah eröffnet worden. 2027 verlegt es seinen Sitz nach Boulder im Nachbarstaat Colorado. Der Regisseur und Schauspieler war im September im Alter von 89 Jahren gestorben. 

Tochter Amy Redford (55) zollte dem Hollywood-Star zum Auftakt Tribut. Ihr Vater sei stolz darauf gewesen, dass das Festival so viele Talente gefördert habe. Heutige Regiegrößen, darunter Steven Soderbergh, Chloé Zhao, Paul Thomas Anderson oder Ryan Coogler, stellten in dem seit über 40 Jahren laufenden Sundance-Festival ihre Debütfilme vor. 

Stars zeigen ihre Indie-Werke

Jedes Jahr präsentieren bekannte Filmschaffende in Park City ihre Indie-Projekte. Chris Pine und Jenny Slate zeigten sich zur Eröffnung des Festivals bei der Premiere ihres Films „Carousel“. Natalie Portman, Jenna Ortega, Sterling K. Brown und Catherine Zeta-Jones werden in dem Spielfilm „The Gallerist“ zu sehen sein. Schauspielerin und Regisseurin Olivia Wilde präsentiert ihr Regiewerk „The Invite“ mit Seth Rogen, Penélope Cruz und Edward Norton.

Der Historienfilm „The Weight“, eine deutsch-amerikanische Koproduktion mit Ethan Hawke und Russell Crowe, feiert ebenfalls seine Weltpremiere. Die Schweizer Regisseurin Petra Volpe stellt ihren neuen Spielfilm „Frank & Louis“ vor. In dem Gefängnisdrama übernehmen Kingsley Ben-Adir und Rob Morgan die Hauptrollen.

Bis zum 1. Februar stehen 90 Spielfilme aus 28 Ländern auf dem Programm. Das größte US-Filmfest für unabhängige Produktionen wird zum 42. Mal veranstaltet. Das Programm enthält traditionell viele Filme mit politisch und gesellschaftlich brisanten Themen. 

Deutsche Produktion im Rennen

Im Wettbewerb mischt auch eine deutsche Koproduktion mit. Unter den Kandidaten in der Kategorie „World Cinema Dramatic Competition“ ist der Film „Shame and Money“ des im Kosovo geborenen und in Deutschland lebenden Regisseurs Visar Morina. Er war bereits 2020 mit der deutschen Koproduktion „Exil“ mit Hauptdarstellerin Sandra Hüller im Sundance-Wettbewerb. 

Für viele kleinere Filme ist das Sundance-Festival ein Sprungbrett, um Verleiher und ein breiteres Publikum zu finden. 2021 holte etwa das Gehörlosen-Drama „Coda“ die Spitzenpreise der Jury und der Zuschauer, später wurde „Coda“ bei den Oscars als „Bester Film“ gefeiert. Im vorigen Jahr gewann die beißende Kriegs-Satire „Atropia“ den Hauptpreis.

Umzug nach Colorado

Das Festival hatte im vergangenen März den Umzug nach Boulder bekanntgegeben. Die Kleinstadt in den Rocky Mountains sei mit ihrer lebendigen Kunstszene der ideale Standort, teilte die Organisation damals mit. Boulder ist auch als liberale Universitätsstadt und für seine Tech- und Outdoor-Szene bekannt. Der kleine Ort Park City war dem jährlichen Ansturm von Filmtalenten, Besuchern und Presse mitten in der Skisaison laut Medienberichten nicht mehr gewachsen.

© dpa-infocom, dpa:260123-930-584436/1


Von dpa
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