Bayer Leverkusen hat mit einem überzeugenden Sieg die Playoffs in der Champions League erreicht. Die Mannschaft von Kasper Hjulmand setze sich gegen den FC Villarreal problemlos mit 3:0 (2:0) durch und sicherte sich den Einzug in die Zwischenrunde. Dort heißt der Gegner entweder Bundesligarivale Borussia Dortmund oder Olympiakos Piräus aus Griechenland.
„Ich würde sagen: Zwischenziel erreicht. Wir haben jetzt noch zwei wichtige Spiele vor der Brust, damit wir eine Runde weiterkommen“, sagte Torhüter Janis Blaswich. Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkaufen Leverkusener Arena erzielten Malik Tillman mit einem Doppelpack (12. und 35. Minute) und Alejandro Grimaldo (57.) die Treffer.
Bayer-Coach Hjulmand nahm nach dem 1:0 gegen Bremen zwei Änderungen in der Startelf vor und setzte auf Ezequiel Fernández und Tillman statt Ernest Poku und des nicht für den Wettbewerb gemeldeten Jonas Hofmann. Die bereits vor der Partie aus der Königsklasse ausgeschiedenen Spanier traten nicht in Bestbesetzung an und wechselten im Vergleich zum letzten Ligaspiel - einem 0:2 gegen Real Madrid - gleich achtmal.
Die Werkself, die für den sicheren Einzug in die Playoffs gewinnen musste, übernahm von Beginn an die Kontrolle. Gegen die B-Elf der Gäste war das kaum eine Herausforderung: Offensiv harmlos und defensiv äußerst fehleranfällig, leisteten sich die Spanier einen Patzer nach dem anderen. So fiel auch der Führungstreffer: Keeper Arnau Tenas reagierte zu zögerlich und übersah den anlaufenden Tillman, der den Abschlag des Schlussmanns ins Tor blockte.
Nach 21 Minuten kamen die Gäste dann erstmals zu einem nicht ungefährlichen Abschluss: Einen Freistoß von Nicolas Pépé köpfte Renato Veiga knapp am rechten Pfosten vorbei. Villarreal hielt jedoch nur äußert kurz dagegen, während Bayer auf das nächste Tor drängte und für eine kuriose Szene sorgte: Ibrahim Maza traf zunächst den rechten Pfosten, von dort prallte der Ball an den Rücken des abgetauchten Keepers und schließlich an die Querlatte (26.).
Nach einer halben Stunde hätte Leverkusen bereits deutlich höher führen können. Immer wieder ließ die Mannschaft jedoch Chancen leichtfertig liegen und verpasste es, Profit aus den zahlreichen Fehlern der Gäste zu ziehen. Erst in der 35. Minute vollendete Tillman nach feiner Kopfablage von Patrik Schick und stellte im Regen von Leverkusen mit seinem zweiten Treffer das beruhigende 2:0 her.
Nach der Pause hielt der derzeitige Tabellenvierte der spanischen Liga zunächst besser dagegen als zuvor. Nach einer Grätsche von Fernández gegen Pépé im Bayer-Strafraum forderte Villarreal Strafstoß, doch der norwegische Schiedsrichter wertete die Aktion als Schwalbe und zeigte stattdessen Gelb (55.). Unbeeindruckt von der Szene machte Grimaldo auf der Gegenseite nach einer Flanke von Lucas Vázquez an den zweiten Pfosten mit links das 3:0.
Während auf beiden Seiten im Anschluss fleißig durchgewechselt wurde, feierte auf der Seite der Hausherren der zuletzt verletzte Exequiel Palacios sein Comeback in der Champions League. Auf dem Platz passierte indes nur noch wenig. Leverkusen brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und sicherte sich damit verdient das Ticket für die Playoffs.
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