Im oberbayerischen Fürstenfeldbruck soll ein neues Ausbildungsbataillon der Luftwaffe stationiert werden. „Mit dieser Entscheidung gehen wir einen weiteren Schritt für den kontinuierlichen Aufwuchs der Streitkräfte“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach Angaben seines Hauses. Damit rückt die Bundeswehr von ihrer bisherigen Entscheidung ab, den Standort Fürstenfeldbruck aufzugeben.
Das neue Ausbildungsbataillon ist eine direkte Folge des Plans, die Bundeswehr personell deutlich stärker als bisher aufzustellen. „Mit der steigenden Anzahl von Rekrutinnen und Rekruten und der weiteren Umsetzung des neuen Wehrdienstes steigt unser Bedarf an Ausbildungskapazitäten deutlich“, hieß es weiter. Ziel sei es, die bereits vorhandenen Potenziale bei den Liegenschaften kurzfristig zu decken.
„Mit der Stationierung des Luftwaffenausbildungsbataillon 2 (LwAusbBtl 2) in Fürstenfeldbruck stärken wir die Ausbildungsorganisation der Luftwaffe“, betonte das Verteidigungsministerium in seiner Mitteilung. Damit könnten kurzfristig zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten in einem ballungsraumnahen Bereich bereitgestellt und vielen potenziellen Wehrdienstleistenden ein möglichst heimatnaher Einstellungsort ermöglicht werden. Fürstenfeldbruck liegt rund 30 Kilometer westlich von München.
Ursprünglich sollte der Bundeswehrstandort zum 31. Dezember 2030 aufgegeben werden. Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. 1934 begannen die Arbeiten, die Indienststellung erfolgte 1937. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier das US-Militär stationiert, 1956 begann die Ausbildung der ersten deutschen Jet-Piloten der neuen Luftwaffe. 2006 folgte schließlich die Einstellung des militärischen Flugbetriebes, nach dem Beschluss der Aufgabe des Standortes 2011 war er zwischenzeitlich eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.
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