Am Samstag, 18. April, liest der Insinger Fritz Klingler aus seinem neuen Gedichtband „Im Allerlei”. Beginn ist um 20 Uhr im Theater am Burgtor. Musikalisch begleitet wird er dabei von Carolin Leyh am Klavier.
Nach „Vogelfrei“ hat Klingler nun bereits sein 13. Büchlein herausgegeben: „Im Allerlei” heißt es und umfasst 47 Gedichte, untergliedert in mehrere Teile. „Im Allerlei ist das, was übrig bleibt, was nebenbei durchs Leben treibt”, lauten die ersten Zeilen des ersten, titelgebenden Gedichtes.
Etwa im Zweijahresrhythmus gibt Klingler seine Gedichtbände heraus. So lange dauert es, bis er wieder genügend Texte erdacht und niedergeschrieben hat. Seit der 67-Jährige im Ruhestand ist, hat er mehr Zeit für das Schreiben, zuvor führte er einen landwirtschaftlichen Betrieb in Insingen mit rund 130 Hektar Ackerland.
Eine besondere Vorliebe hat Fritz Klingler für Sonette, insbesondere die von William Shakespeare 154 hat der englische Lyriker geschrieben – ganz so viele sind es bei Klingler noch nicht. Aber zwölf neue haben den Weg in sein aktuelles Lyrikbüchlein gefunden, oft geht es darin um die Liebe. Sonette zeichnen sich durch eine strenge formale Struktur aus. Klingler orientiert sich – angelehnt an Shakespeare – an der für die englische Literatur typischen Version: die 14 Textzeilen teilen sich dabei in drei Quartette und einen Zweizeiler auf.
Den Sonetten folgen vier Gedichte, die den vier Jahreszeiten gewidmet sind. Und zum Schluss gibt es „Mehr Allerlei”: über Bienen, Kaffeklatsch und die Fantasie. Ein Werk ist der Stadt Rothenburg gewidmet: „In Rothenburg ist Stehenbleiben im ewig alten Dunst, ohne viel umher zu treiben, wohl die allergrößte Kunst.”
Für die musikalische Begleitung seiner Lesung hat Klingler erneut Carolin Leyh ausgewählt. Mit der Musiklehrerin am Reichsstadtgymnasium stand er schon mehrfach auf der Bühne. Für ihn ist die Kombination aus Musik und Lyrik ein Erfolgskonzept, denn die Musik ist mit den Gefühlen tiefer verwurzelt als das Geschriebene, ist er überzeugt.