Samstagabend, 19 Uhr: Die Stimmung unter den mehr als 500 Fans, die zum hochkarätig besetzten, ersten Männerballett-Contest nach Obernzenn angereist sind, ist fantastisch.
Vor ihnen steht ein Abend, der alles zu bieten hat, was den Reiz des Männerballetts ausmacht: Jede Menge an Spaß und Gaudi, fetzige Musik, gepaart mit Akrobatik sowie schrille, extravagante Kostüme, welche die Reize der maskulinen Körper zur Geltung bringen.
Als Veranstalter hat die Gardeabteilung des TSV Obernzenn weder Kosten noch Mühen gescheut, um ihren Gästen einen unvergesslichen Abend zu bieten. In der Jury: die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt, der Burgbernheimer Musiker Daniel Botzenhardt alias El Botzo sowie mit Lena Reinberger, Bianca Schürmer und Tim Hubrig drei sachkundige Juroren aus den Reihen der TSV-Garden. Auf alle fünf wartet eine alles andere als einfache Aufgabe: Verteilt nach den Kriterien Spaß, Gaudi, Choreo, Musik, Hebefiguren und Kostüme Punkte für die elf aus Mittel- und Oberfranken sowie aus der Oberpfalz angereisten Gruppen zu vergeben.
Platz zwei sicherte sich das Männerballett der Faschingsgesellschaft Prunklosia Emskirchen, das für seine Zeitreise „Entwicklung der Spezies Mensch“, beginnend mit den Höhlenmenschen der Steinzeit, das Ritterwesen des Mittelalters sowie die Cowboys und Indianer, die einst über die Prärien des Wilden Westens streiften, auserkoren hatte.
„In eurer Haut hätte ich nicht stecken mögen!“, konstatierte Moderator Florian Hartmann, denn die dargebotenen Leistungen differierten oft nur um Nuancen. Die Nase vorn und damit Sieger des ersten Obernzenner Contests: Die „Muddis und die starken Männer“ und damit die maskulinen Grazien des Sportvereins Hagenbüchach mit einer futuristischen Reise ins Weltall – Begegnung mit außerirdischen Wesen inklusive.
Ebenfalls auf dem Podium und von den beiden Mandatsträgern Gabi Schmidt und Werner Stieglitz für ihre phänomenale Leistung mit Bronze ausgezeichnet: „Die Neistädder Hupfer“ der Faschingsgesellschaft Geißbock aus Neustadt, mit ihrer Version des Disco Songs „Y.M.C.A.“ Für „Ehrenhupfer“ Peter Fösel, der nach 38 Jahren tänzerisch in die Rente geht, der letzte Auftritt vor großer Kulisse.
Eine sicherlich weise Entscheidung der Juroren war es, die weiteren Teilnehmer mit Rang vier zu belohnen. Bedingt durch den anstehenden Contest galt es schließlich, vier Wochen länger als üblich die Form zu halten und noch einmal mit tollen Leistungen zu überzeugen.
Mit von der Partie waren weiter: Der Elferrat des TSV Ipsheim (Bella Italia Honeymoon zwischen Amore und Mafia), die „Senkrechtstarter“ der Nürnberger Luftflotte des Prinzen Karneval (Legenden der Highlands), das Faschingskomitee Schmidmühlen/Oberpfalz (Dschungelparty), die mit Mittelfrankens Bezirkstagspräsidenten Peter Forster angereisten „Dancing Kings“ der „Eibanesen“ (Tanz der Farben), „Die Ölpumper“ des Kerwavereins und der FFW Lisberg/Oberfranken (Baywatch), die „Frankemer Stupfl“ des TSV Schillingsfürst (Addams Family), das dringend eine Trainerin suchende Männerballett Welbhausen (The Beautys an the Nerd) sowie die „LA-Xdreams“ aus Langenfeld (Back to 90th).
Außer Konkurrenz zeigte das Männerballett des TSV Obernzenn, wie es bei einer echten „Hüttengaudi“ zugeht. Die Gardemädchen des TSV drehten den Spieß um und begeisterten mit ihrem Showtanz „Männerballett”.
Nach der erfolgreichen Premiere 2025 kann sich Organisationschefin Anne Geißendörfer eine weitere Auflage des Events in Obernzenn durchaus vorstellen.