Für die erste Einkaufsnacht in Ansbach im Frühling hat das Organisationsteam eine insgesamt zufriedene Bilanz gezogen. Er habe die Rückmeldung bekommen, dass viele Einzelhändlerinnen und Einzelhändler gute Umsätze verzeichnet haben, sagte Daniel Stiegler gegenüber der FLZ.
Stiegler (Geschäftsführer der BGU) hat bei der Organisation des Events am Samstagabend zusammen mit Elke Knöbl (Goldschmiede Knöbl) und Manuela Trapp (Lustobjekte) die organisatorischen Fäden in der Hand gehalten. Sie haben aber stets betont, dass es sich um eine Gemeinschaftsaktion handelte, bei der viele Hände geholfen haben.
Noch im Laufe des Samstags hätten sich Einzelhändler kurzentschlossen bei den „Frühlingsgefühlen” eingereiht und ebenfalls angekündigt, ihren Laden länger als sonst offenzuhalten, berichtete Stiegler. Und für die meisten hat es sich am Ende des Tages gelohnt. „Manche Geschäftsleute sprachen sogar von besseren Umsätzen als bei der Einkaufsnacht im Dezember”, sagte Stiegler. Neben den Geschäften in der Altstadt waren auch das komplette Brücken-Center, die BGU in Brodswinden, Möbel Pilipp in Eyb und der Fahrradhändler Cube-Store in der Würzburger Landstraße mit dabei.
Der Rezatparkplatz war um 19 Uhr restlos befüllt und auch die Parkflächen des Brücken-Centers waren sehr gut genutzt. Stiegler weiß auch, dass die positive Bilanz nicht für alle Geschäfte gilt. Doch insgesamt überwogen eindeutig die positiven Stimmen. Vor allen Dingen, diese Erfahrung hat Stiegler selbst in seinem Baumarkt gemacht, interessierten sich die Kundinnen und Kunden tatsächlich für hochwertige Waren. Also in seinem Fall für die neuen Badezimmerfliesen und nicht für eine Schachtel Schrauben.
„Unterm Strich kann man sagen: Es war eine gute Aktion”, befindet Daniel Stiegler. Ausdrücklich lobt er die Unterstützung der Stadtverwaltung und speziell der städtischen Wirtschaftsförderung um Christoph Albrecht. Da habe der Wille vorgeherrscht, unbürokratisch helfen zu wollen.
Auch die Vereine, die sich beteiligt haben, hätten positive Rückmeldungen gegeben. So hat der TSV Brodswinden das Bistro in der BGU betrieben und die Vereinskasse gefüllt. „Die hatten am Ende nichts mehr, was sie raustragen konnten”, sagt Stiegler und lacht. Er habe auch von Vereinen gehört, die sich gerne auf den Bühnen am Martin-Luther-Platz und am Fermo-Platz präsentiert hätten, doch für sie war die Vorbereitungszeit zu knapp. „Das wird beim nächsten Mal sicher besser.”
Das gilt generell für die Bühnenshows. Weil es da niemanden gab, der sich explizit kümmerte, gab es Missverständnisse, und eine größere Gruppe am Fermo-Platz wartete vergeblich auf einen Auftritt. Super angenommen wurden hingegen die beiden Walking Acts, die ähnlich wie aus dem Fernsehen bekannte Figuren verkleidet waren. Sie mussten ebenso oft für Fotos herhalten wie der Heimatverein in seinen schillernden Kostümen aus der Markgrafenzeit. Nach Sonnenuntergang wurde es zwar kalt, aber das zog die Menschen, die unterwegs waren, in die Läden hinein.
Der Stadtrat hat vier anlasslose Einkaufsnächte für die gesamte Stadt in diesem Jahr möglich gemacht. Die weiteren Termine sind im Juli, im September und im Dezember. Ob wirklich alle vier Abende voll ausgenutzt werden, ist noch offen. „Das kann sich auch abnutzen”, warnt Daniel Stiegler. Aus seiner Sicht wären zwei Termine im Jahr gut. Außerdem sei der März-Termin dankbar, weil es keine Konkurrenzveranstaltungen gibt. Im Juli muss ein solches Ereignis mit Biergärten und Festivals um das Publikum buhlen.
Das weitere Vorgehen soll nun Teil einer Nachbesprechung sein. Diese wird in der zweiten März-Hälfte stattfinden. Stiegler: „Dann sehen wir weiter. Vielleicht entwickeln wir auch noch ein ganz anderes Format für Juli und September.”