Markus Helmreich bewirbt sich am 13. Oktober für die CSU für den Posten des Bürgermeisters in Diespeck (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad WIndsheim). Er will die Nachfolge von Dr. Christian von Dobschütz antreten, der seit 1. Juli Landrat ist. Laufende Projekte gut abzuschließen und das Motto der „Familiengemeinde“ weiterhin mit Leben zu füllen sind Helmreichs Hauptanliegen.
Helmreich wohnt bereits sein ganzes Leben im Ort. Er ist 42 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder.
Leicht habe er sich die Entscheidung, sich aufstellen zu lassen, nicht gemacht, erklärt er gegenüber der Redaktion. Als Industriekaufmann im Dienste eines großen Unternehmens habe er einen „guten Beruf“, wäre demnächst zum Prokuristen ernannt worden und hätte die Gesamtleitung für Ein- und Verkauf übernehmen sollen.
Trotzdem: Nach einigen schlaflosen Nächten, Gesprächen mit Christian von Dobschütz und nachdem er sich der Unterstützung seiner Familie sicher war, entschied er sich für die Kandidatur.
Markus Helmreich, dessen Spitzname seit jeher „Kolln“ lautet (seine Familie ist alteingesessen und besitzt eine Brennstoffhandlung, in der auch Kohlen verlauft werden – daher kommt der Kosename) hat sich bereits in die Aufgaben eingelesen, die im Falle seiner Wahl auf ihn zukämen. Die laufenden Projekte – Kanal, Nahwärme und vieles mehr – seien allesamt „kein Luxus“ und müssten zunächst zum guten Abschluss gebracht werden. Der Kanalbau und die Einleitung in die Neustädter Kläranlage seien wichtig, ebenso die Sanierung der Bamberger Straße oder das Begegnungshaus.
Ein weiteres Vorhaben, das ihm sehr am Herzen liegt: Der Bau einer Mensa für die Schule. Schließlich sei 2026 der offizielle Start für die verpflichtende Ganztagsbetreuung, beginnend mit den ersten Klassen, die in Diespeck erst einmal im Hort untergebracht werden könnten. Wolle man den Schulstandort Diespeck jedoch erhalten, führe am Mensabau mittelfristig kein Weg vorbei.
Eine Grund für seine Entscheidung, sich zur Wahl zu stellen, sei auch der Gemeinderat gewesen. Dieses Gremium, das er zuletzt als CSU-Fraktionssprecher erlebte, funktioniere reibungslos – über alle Fraktions- und Parteigrenzen hinweg.
Markus Helmreich ist Feldgeschworener sowie bei den Jagdgenossen und bei den Quastlern (Altkerwaburschen) aktiv dabei. Auf Wahlwerbung verzichtet er im Großen und Ganzen, gibt lediglich einen „Spendentaler“ aus. Diesen kann man bei den Wahlveranstaltungen Helmreichs in eine von vier Wahlboxen stecken, die jeweils für einen Diespecker Verein stehen. Der Verein, der die meisten „Spendentaler-Stimmen“ erhält, wird den gesamten Wahlwerbemitteletat des Kandidaten erhalten. Dies sei, so Helmreich, sicherlich sinnvoller als die Verteilung von Kugelschreibern oder Feuerzeugen.