Der Freistaat Bayern investiert bis 2028 100 Millionen Euro in den barrierefreien Ausbau von 24 Bahnhöfen und Haltepunkten in allen Regierungsbezirken. Mit dabei sind auch eine Reihe von Stationen im Landkreis Ansbach.
Die CSU-Landtagsabgeordneten Helmut Schnotz und Andreas Schalk erläuterten in Pressemitteilungen, welche Bahnhöfe profitieren werden. Der Bahnhof Windsbach, Endstation der Nebenstrecke nach Wicklesgreuth, profitiert nach den Worten von Schalk vom Baustein 4 des Aktionsprogramms, der kleine Bahnstationen berücksichtigt, an denen weniger als 1000 Menschen täglich ein- und aussteigen. Allerdings müssen sich die jeweiligen Kommunen finanziell beteiligen.
Wolfgang Hauber, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, kritisierte die lange Zeitschiene des Programms von fünf bis neun Jahren und will wegen der von ihm gesehenen Dringlichkeit des Vorhabens innerhalb der Koalition noch einmal das Gespräch suchen, um die Projekte in der Region schneller voranzutreiben.
Die Bahnhöfe in Rothenburg und Dombühl sind Teil des Bausteins 1 des Programms. „Darunter befinden sich 73 Projekte des Bundes, der Deutschen Bahn (DB) sowie von nichtbundeseigenen Eisenbahnen, deren Finanzierung durch die DB erfolgt und die sich zum Teil bereits in der Realisierung befinden. Für den Bahnhof Rothenburg wurde zum Beispiel bereits Baurecht beim Eisenbahnbundesamt beantragt“, erklärt MdL Schalk.
Ebenfalls zum Baustein 1 gehören laut der Mitteilung von Helmut Schnotz der Haltepunkt Unterschwaningen und der Bahnhof Wassertrüdingen an der Hesselbergbahn, die im Dezember für den fahrplanmäßigen Personenverkehr reaktiviert wird.
Schnotz ist nun zuversichtlich, dass die Inbetriebnahme der Strecke pünktlich klappt. Die Bahn habe ein Konzept vorgelegt, das die Reaktivierung der nördlichen Hesselbergbahn trotz der Verzögerung beim Bau des elektronischen Stellwerks Langlau ermöglicht. Der vorgesehene Fahrplan könne an allen Tagen als Schienenverkehr umgesetzt werden – allerdings nur von Wassertrüdingen bis Gunzenhausen. Von dort nach Pleinfeld werde stündlich im Wechsel ein Zug und ein Schienenersatzverkehr – also ein Bus – angeboten. Dabei werden die Züge am Wochenende um eine Stunde versetzt zum Verkehr von Montag bis Freitag fahren.
Außerdem habe die Bahn vor, das Stellwerk Langlau „schnellstmöglich“ in Betrieb zu nehmen.