Mercedes bringt die elektrische C-Klasse in Stellung. Nur wenige Monate nach dem GLC geht damit das nächste wichtige Elektroauto für die Schwaben in Serie. Gerade vor großem Publikum in Seoul enthüllt, kann es ab Mai bestellt werden, teilt der Hersteller mit und stellt einen Startpreis von unter 70.000 Euro in Aussicht. Die Auslieferungen dürften nach den Sommerferien starten.
Für die elektrische Limousine nutzt Mercedes den gleichen Technikbaukasten wie beim GLC: Die Batterie hat deshalb eine Spannung von 800 Volt und kann so mit bis zu 330 kW geladen werden. Dann fließt in zehn Minuten die Energie für bestenfalls 325 Kilometer. Zum Start gibt es einen C400 4Matic mit zwei zusammen mehr als 360 kW/490 PS starken Motoren und einem 94-kWh-Akku für eine Normreichweite von 762 Kilometern. Für das nächste Jahr kündigt Mercedes weitere Varianten an - darunter einen Hecktriebler mit mehr als 800 Kilometern Aktionsradius.
Mercedes spricht zwar von der sportlichsten C-Klasse aller Zeiten und rechtfertigt das trotz nur 210 km/h Spitzengeschwindigkeit mit einem Sprintwert von 4,0 Sekunden und der neuartigen Agilität dank einer Hinterachslenkung. Doch zugleich setzen die Schwaben mit einer Luftfederung auf ein neues Maß an Komfort - und auf ein vertrautes Gefühl. Denn selbst wenn der Innenraum digitaler denn je ist und sich vorn etwa über die gesamte Breite ein Bildschirm spannt, solle man sich an Bord der C-Klasse wie seit Generationen auf Anhieb „Willkommen zu Hause“ fühlen.
Dazu tragen auch die besseren Platzverhältnisse bei. Denn die C-Klasse sieht mit beleuchtetem Grill und GT-Heck nicht nur moderner aus, sondern wird dank rund zehn Zentimetern mehr Radstand auch geräumiger und streckt sich nun auf 4,88 Meter Länge. Dazu gibt es laut Mercedes 470 Liter Kofferraum und einen Frunk mit rund 100 Litern Fassungsvermögen als zusätzliches Gepäckfach unter der Bughaube.
Zwar setzt Mercedes große Hoffnungen in die elektrische C-Klasse - nicht zuletzt im Ringen mit dem ebenfalls neuen BMW i3. Doch wollen sich die Schwaben nicht alleine auf den Stromer verlassen und bieten das aktuelle Modell deshalb auch weiterhin mit Benzinern, Dieseln und Plug-in-Hybriden an.
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