Mit Musik Gutes tun – das hat sich das Ehepaar Franziska und Yannick Langer aus Heilsbronn zur Aufgabe gemacht. Als Band unter dem Namen Siska’s Element treten sie immer wieder ohne Gage in Behinderteneinrichtungen ein. Nun haben sie ein Benefizalbum herausgebracht.
„High Hopes“ heißt es. Auf der Vinylschallplatte mit einem Download-Link sind zehn Songs enthalten. Alle Erlöse gehen an insgesamt vier verschiedene Hilfsorganisationen: „Gambiahilfe Hohenlohe“, „Make Music Matter“, „Land of Hope“ und auch eine Initiative aus der Region ist dabei: „Wohnen in Bruckberg“.
Das war ihnen besonders wichtig. „Wir wussten, wir brauchen auch was Lokales. Alle schauen immer weit weg, dabei gibt es auch hier Organisationen, die hier helfen“, sagt Yannick Langer.
Musikalisch erwartet die Hörerinnen und Hörer „etwas zwischen Foo Fighters und Coldplay“, wie Langer erklärt, „Progressiven Pop-Rock“. Den lokalen Bezug wollen die Langers auch auf ihre Musik übertragen. „Viele buchen sich Bands aus Köln und Co., dabei gibt es doch hier auch Musik“, so Yannick Langer. Die Musik und der Benefizgedanke sind im neuen Album nicht voneinander getrennt, wie Franziska Langer, genannt Siska, erklärt. „Im Song ,High Hopes‘ geht es zum Beispiel um die Hoffnung, dass sich was dreht, wenn jeder etwas Gutes tut.“
Die Organisationen haben die Beiden wohlbedacht ausgesucht. Es sind vor allem kleine Initiativen, zu denen ein enger Kontakt steht. Und gewisse Verbindungen waren auch schon vorher da. So hat die „Gambiahilfe Hohenlohe“ das Album mitinitiiert. Das Ehepaar hat dort mittlerweile Freunde, die begeistert von ihrer Musik sind, erklärt Yannick Langer im Gespräch mit der FLZ. Der Produzent des Albums, David Bottrill, ist außerdem selbst bei „Make Music Matter“ tätig.
Ursprünglich wollte die Band selbst mal nach Afrika fliegen, vielleicht einen Kinderchor gründen. Aber die Sicherheitsvorkehrungen sind in vielen Ländern sehr hoch. „Durch das Album haben wir jetzt die Chance, trotzdem zu helfen“, sagt Yannick Langer.
„Viele Leute sagen, sie hätten keinen Schallplattenspieler“, erzählt Franziska Langer. Doch die Ausrede gilt nicht. Denn auf der Platte ist auch ein Download-Link, um die Lieder anzuhören. „Man kann also auch ohne Plattenspieler was Gutes tun.“
Mit dem aktuellen Stand sind die Eheleute zufrieden, „man kann aber immer noch mehr verkaufen“, so Yannick Langer. Das Ziel sind 20.000 Euro und das „verfolgen wir weiterhin“.
Am schönsten fänden es Yannick und Franziska Langer, das Geld am Ende zusammenzubekommen und es „ohne Filter“, auf direktem Weg an die Organisationen weiterzugeben. „Unser Traum wäre es, dass sich die Botschaft dadurch erweitert“, sagt Yannick Langer.