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Veröffentlicht am 14.11.2023 16:33

Mitglieder des TuS Feuchtwangen müssen zukünftig mehr bezahlen

Jeannette Wirth arbeitet in der TuS-Geschäftsstelle und steht Vorsitzendem Kurt Unger auch offiziell als Schriftführerin im Vorstandsgremium zur Seite. (Foto: Peter Zumach)
Jeannette Wirth arbeitet in der TuS-Geschäftsstelle und steht Vorsitzendem Kurt Unger auch offiziell als Schriftführerin im Vorstandsgremium zur Seite. (Foto: Peter Zumach)
Jeannette Wirth arbeitet in der TuS-Geschäftsstelle und steht Vorsitzendem Kurt Unger auch offiziell als Schriftführerin im Vorstandsgremium zur Seite. (Foto: Peter Zumach)

Eine Vereinbarung mit der Stadt Feuchtwangen zur Unterstützung des TuS hat sich Kurt Unger als Ziel für die nächste Zeit vorgenommen. Dem Vorsitzenden geht es dabei vor allem um die Finanzierung der Liegenschaften des 1552 Mitglieder zählenden Vereins, dessen neun Abteilungen insgesamt 15 Sportarten anbieten.

Nachdem der TuS bereits einen Antrag dazu bei der Stadt eingereicht hat, „wollen wir jetzt ganz konkrete Vorschläge dazu machen“, sagte Unger im Pressegespräch nach der Hauptversammlung. In deren Rahmen hatte Bürgermeister Bürgermeister Patrick Ruh auf noch ausstehende Entscheidungen in den Gremien des Stadtrats verwiesen. Insbesondere die Energiekosten belasteten den Verein „schwer“, meinte der Rathauschef. Und: „Wir wollen Euch den Rücken stärken, damit Ihr die Zeit für das sportliche Geschäft habt.“ Gerade in der aktuell schwierigen Zeit würden die Angebote des Vereins zunehmend gut angenommen.

Energiekrise war deutlich zu spüren

Für das laufende Jahr legte Vorsitzender Unger zwar noch keine exakten Zahlen vor, stellte aber ein positives Ergebnis in Aussicht. Mit Blick auf den Jahresabschluss 2022 des Hauptvereins sowie der Abteilungen nannte er einen Kassenstand von insgesamt knapp 172.000 Euro. Das bedeute ein Minus von fast 32.000 Euro gegenüber dem Abschluss 2021. Zugleich seien aber auch etwas über 59.000 Euro an Darlehen getilgt worden, so dass deren Stand zum Jahreswechsel bei knapp 214.000 Euro gelegen habe.

Deutlich zu spüren gewesen sei 2022 die Energiekrise: Wegen der deshalb explodierten Preise habe der TuS rund 50.000 Euro an Mehrkosten für seine Immobilien verkraften müssen. Hingegen hätten dem Verein die noch vom Vorgänger-Vorstand veranlassten Corona-Hilfen in Höhe von 86.000 Euro „sehr geholfen“.

Zur Finanzierung seiner Kosten passt der TuS auf Beschluss des Vereinsausschusses nun seine Beiträge an: Demnach wird von den Mitgliedern im laufenden Jahr eine einmalige Sonderumlage in Höhe von zehn Euro für Erwachsene, von 15 Euro für Ehepaare sowie von fünf Euro für Jugendliche und Rentner verlangt. Ab 2024 steigen dann die Jahresbeiträge auf 80 Euro für Erwachsene (bisher 74 Euro), auf 40 Euro für Jugendliche und Rentner (36 Euro), auf 120 Euro für Ehepaare (110 Euro) sowie auf 30 Euro für Kinder im Alter von bis zu 14 Jahren (25 Euro).

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Als schweren Schlag für den TuS sowie als Rückschlag für die Vorstandsarbeit beklagte Unger den Tod seines Kovorsitzenden Peter Wehringer. Das im Oktober verstorbene Ehrenmitglied habe sich schwerpunktmäßig um die schwierige Verwaltung der Immobilien gekümmert.

Derweil wurden weder der Posten des Kovorsitzenden, noch die nach wie vor vakanten Ämter des stellvertretenden Vorsitzenden sowie des Schatzmeisters erneut nicht besetzt: Auf Ungers Frage in der Versammlung nach Vorschlägen für Kandidaten herrschte Schweigen bei den 41 anwesenden Mitgliedern.

Künftiger Vorstand sollte sich einarbeiten

Dies habe er so erwartet und er sei deshalb nicht überrascht, sagte der Vorsitzende im Gespräch mit der FLZ. Denn angesichts der Umstände in den zurückliegenden Wochen sei es nicht möglich gewesen, Gespräche hinsichtlich der Besetzung besagter Posten zu führen. Gleichwohl wäre es aus seiner Sicht von Vorteil gewesen, wenn sich die künftig Verantwortlichen bereits ein halbes Jahr vor der Vorstandsneuwahl im kommenden Sommer schon hätten einarbeiten können. Denn die Materie sei schon allein wegen der Verwaltung der Immobilien wie der Sportanlagen und -hallen sowie der Fördermöglichkeiten sehr kompliziert.

Derweil hat der TuS inzwischen eine Schriftführerin: In dieses Amt hatte der Vereinsausschuss Jeannette Wirth, die in der Geschäftsstelle arbeitet, bereits berufen. Nun gaben auch die Mitglieder ihr einmütiges Plazet für diese Entscheidung.

Hatte Kurt Unger bei seiner Wahl Ende Juli 2022 ausdrücklich erklärt, nur für zwei Jahre als Vorsitzender zur Verfügung zu stehen, so ließ er jetzt auf Nachfrage offen, ob er im Sommer 2024 erneut kandidieren werde. Jedoch versprach er, den TuS auch über diesen Zeitpunkt hinaus unterstützen zu wollen.

Rückblickend erzählte Vorsitzender Unger von Gesprächen mit den Vertretern aller, teils sehr unterschiedlichen Abteilungen. Das Ergebnis sei, dass alle auch künftig unter dem Dach des TuS-Hauptvereins weitermachen wollten. Und als Basis für diese Zusammenarbeit verabschiedete die Versammlung jetzt eine Abteilungssatzung.

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