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Veröffentlicht am 01.12.2024 15:30

Mitmachen ist kein Problem: Neuer Vorstand für Kreisjugendring gewählt

Der Kreisjugendring wählte in Neustadt seinen neuen Vorstand in der Herbstvollversammlung. Der Großteil der Mannschaft blieb gleich. Mit Dirk Schuster (Mitte hinten) hat man nun einen neuen Vorsitzenden und mit Thomas Siegling (Zweiter von rechts) auch einen neuen Stellvertreter. (Foto: Ute Niephaus)
Der Kreisjugendring wählte in Neustadt seinen neuen Vorstand in der Herbstvollversammlung. Der Großteil der Mannschaft blieb gleich. Mit Dirk Schuster (Mitte hinten) hat man nun einen neuen Vorsitzenden und mit Thomas Siegling (Zweiter von rechts) auch einen neuen Stellvertreter. (Foto: Ute Niephaus)
Der Kreisjugendring wählte in Neustadt seinen neuen Vorstand in der Herbstvollversammlung. Der Großteil der Mannschaft blieb gleich. Mit Dirk Schuster (Mitte hinten) hat man nun einen neuen Vorsitzenden und mit Thomas Siegling (Zweiter von rechts) auch einen neuen Stellvertreter. (Foto: Ute Niephaus)

In der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings gelang etwas, das bisher selten war. Man konnte auf einen Schlag Mitglieder für den kompletten neuen Vorstand für den Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gewinnen. „Das ist toll und ein gutes Zeichen nach außen“, betonte stellvertretender Landrat Reinhard Streng. Als neuer Vorsitzender fungiert Dirk Schuster, sein Stellvertreter ist Thomas Siegling.

Beide hatten schon dem bisherigen Vorstandsteam angehört, Schuster als Stellvertreter. Als Beisitzer gewählt wurden Marina Naser, Helena Musch, Helena Schulz Kevin Schmidt, Rainer Fritsch, Christin Scheiderer und Lukas Oberländer. Revisoren: Max Fischer, Lothar Stanke und Josef Merrath.

Der bisherige Vorsitzende Philipp Flierl hatte nicht mehr kandidiert, da er, wie er mitteilte, aus dem Jugendbereich ausgestiegen und nun im Kita-Bereich aktiv sei. „Es ist gut, wenn im Vorstand die sind, die auch in der Verbandsjugend sind.“ Die Arbeit sei bereichernd gewesen.

Wie wichtig die Jugendarbeit ist, konnte Landrat Dr. Christian von Dobschütz nur bestätigen. Jung und politisch interessiert, habe er damals den Jugendtreff in Diespeck mitgegründet. Den Kreisjugendring beschrieb er als eine Plattform, um sich einzubringen, aber auch als Angebot für junge Leute. Er sei wichtig, aktiv zu sein, da immer mehr Vertrauen in den Staat verloren gehe.

Bike-Park in Diespeck ein Erfolg

Wie gelingt es, an die Jugend heranzukommen? Als Diespecker Bürgermeister habe er immer ein Auge auf diese Altersgruppe geworfen, Vereine und Kommunen täten sich aber oft schwer, sie zu erreichen. Als Erfolg wertete er den Bike-Park in Diespeck. Manchmal könne man trotz aller Anstrengungen nichts erreichen. „Bleibt trotzdem dran, lasst nicht nach in dem Bemühen, die Jugend anzusprechen.“

Dies sah auch Heike Gareis (SPD) als Vertreterin der Politik so, ebenso wie Kerstin Müller (Bündnis 90/Die Grünen) und Horst Hupp (FWG). „Wir brauchen Konzepte, wie wir junge Leute begeistern, in Vereine, Institutionen und Verbände zu gehen“, forderte Gareis. Gerade diese Angebote, wo man sich mit Gleichgesinnten treffe und wohl fühle, böten eine Konstante in Zeiten, in denen es jeden Tag schlechte Nachrichten gibt.

Reinhard Streng verwies auf den Ort Weigenheim, wo gelungen sei, auch junge Leute für Chöre zu begeistern. Sein Appell, sich im Kreisjugendring-Vorstand zu engagieren, trug bereits an diesem Abend Früchte. Hier könne man Lebenserfahrung und Kompetenzen erlernen.

Spielmobil und „coole Sachen“

Begeistert von den Angeboten des Kreisjugendrings war Kerstin Müller. „Das waren coole Sachen.“ Dazu zählten etwa ein Erste-Hilfe-Kurs, die Teilnahme an der Veranstaltung „75 Jahre Grundgesetz – Neustadt feiert bunt“, ein Erlebnispädagogik-Workshop, ein Pub-Quiz zum Thema Europa in der Schneiderscheune Bad Windsheim. Das Spielmobil war in zwölf Gemeinden im Einsatz und begeisterte 590 Kinder, führte Thomas Siegling aus. Im Rahmen des ökologischen Ferienprogramms wurden an 20 Terminen 15 Gemeinden besucht.

Gut angenommen wurden wieder die Schulworkshops, die über das Demokratie-Budget finanziert wurden. Sie erfolgen in Kooperation mit der Burg Hoheneck. 13 Klassen von sechs weiterführenden Schulen nahmen teil. Das Angebot richtete sich an Acht- und Neuntklässler.

Poetry-Slam und Mädchen-Happening

Mit dem Thema Demokratie beschäftigten sich auch Poetry-Slam-Veranstaltungen in Kooperation mit dem Jugendtreff Lazarett und dem „Bündnis gegen Rechts“. Positives Echo fand ferner das Mädchen-Happening in Gerhardshofen, 29 Zehn- bis 13-Jährige machten mit.

Froh ist man, dass man die FÖJ-Stelle mit Anna-Sophie May und die FSJ-Stelle mit Samantha Goos wieder besetzen konnte. Wegen des fehlenden Abitur-Jahrgangs 2025 befürchtet man, nur schwer interessierte Nachfolger dafür zu finden.

Geplant ist auch für 2025 vieles, Dirk Schuster listete etwa Juleica-Schulungen, ein Kino-Event für Ehrenamtliche, den Einsatz des Spielmobils, Erste-Hilfe-Kurse, Fahrsicherheitstraining, Mädchen-Happening und die Teilnahme an Festen und Aktionen auf.

Auf den Haushalt ging Johanna Schwarzer, Geschäftsführerin des hiesigen Kreisjugendrings, ein. Der Etat umfasst 77.350 Euro. Den Stand der Rücklagen bezifferte sie zum 31. Oktober 2024 auf rund 38.000 Euro. Zum 1. Januar 2024 waren es noch etwa 49.000 Euro gewesen. Nach den Entnahmen für Zuschüsse reduzieren sich die Rücklagen um weitere knapp 9000 Euro. Sie wies darauf hin, dass in diesem Jahr deutlich mehr Zuschussanträge gestellt wurden als 2023. Dies liege an den neu beschlossenen Zuschussrichtlinien.

Landkreiszuschuss wird voll ausgeschöpft

Der Zuschuss den Landkreises in Höhe von 25.000 Euro kann voll ausgeschöpft werden. Laut Beschluss des Vorstandes werden die kommenden Auszahlungen aus den Rücklagen entnommen.

Am Schluss erinnerte man an die pauschale Aufwandsentschädigung, die es etwa für ehrenamtliche Aktive der Jugendarbeit mit Juleica gibt. Anträge dafür müssen bis zum 28. Februar 2025 beim KJR eingehen.

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