Sie haben eine Reise geplant? Und ist alles Wichtige eingepackt? Hier sind einige Dinge, die auf jeden Fall in den Koffer gehören, wenn man Ressourcen sparen will. „Wer nachhaltig reisen möchte, sollte einige Mehrwegprodukte dabeihaben“, rät Petra Thomas. Die Sprecherin vom „Forum Anders Reisen“, einem Zusammenschluss von rund 140 auf Nachhaltigkeit bedachten Reiseveranstaltern, zählt diese Gegenstände auf:
„So lassen sich spontane Einkäufe von Einwegprodukten vermeiden und oft auch Kosten sparen“, sagt Thomas. „Auch feste Seife oder festes Shampoo sparen Verpackungsmüll.“
Zudem sei eine kleine Reiseapotheke mit Medikamenten für gängige Beschwerden sinnvoll, so Thomas. Wer etwa Pflaster, Schmerzmittel, Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden oder Reiseübelkeit einpackt, hat sie bei akutem Bedarf griffbereit.
So kann man sich vor Ort unnötige Käufe von großen Verpackungen sparen und Verpackungsmüll vermeiden. „Gerade auf kurzen Reisen werden häufig ganze Medikamentenpackungen gekauft, von denen anschließend nur ein kleiner Teil genutzt wird“, so Thomas.
Tipp: Je nach Region können Sie auch Filtersticks einpacken. Diese helfen, unterwegs Wasser von Keimen und Bakterien zu befreien, damit man stets mit sauberem Trinkwasser versorgt ist.
Wer sich fragt, wie das alles ins Gepäck passen soll, kann durch die Wahl der passenden Kleidung Platz gewinnen. „Für warme Reiseziele empfehlen sich leichte, atmungsaktive und langlebige Materialien wie Leinen oder hochwertige Merinowolle“, sagt Thomas. Gerade Merinowolle habe den Vorteil, dass „sie Gerüche weniger schnell annimmt und daher mehrfach getragen werden kann.“
Für wechselhaftes Wetter oder kühlere Regionen hat sich das Zwiebelprinzip bewährt: „Mehrere dünne Kleidungsschichten lassen sich flexibel an unterschiedliche Temperaturen und Wetterbedingungen anpassen. Dadurch benötigt man insgesamt weniger Gepäck und ist dennoch für verschiedene Klimasituationen gut ausgestattet“, so Thomas. Wichtig sei zudem, auf robuste, vielseitig kombinierbare Kleidungsstücke zu setzen, die für verschiedene Anlässe geeignet sind.
Weniger Gepäck bedeutet auch weniger Gewicht beim Transport. Insbesondere bei Flugreisen kann dies Thomas zufolge den Ressourcenverbrauch senken.
Auch eine gute Reisevorbereitung kann dabei helfen, den CO2-Fußabdruck vor Ort zu reduzieren. Petra Thomas sagt: „Wer Fahrpläne, Karten und Mobilitäts-Apps bereits vor der Reise herunterlädt, findet sich leichter zurecht.“
Auch die Recherche nach Fahrradverleihstationen oder Bike-Sharing-Angeboten vor Reisebeginn kann sinnvoll sein. Das alles hilft dabei, „eher auf öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder oder Fußwege zurückzugreifen, statt spontan ein Taxi oder einen Mietwagen zu nutzen.“ So lässt sich die eigene Route gezielt an nachhaltigen Mobilitätsangeboten ausrichten.
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