Über extrem weit hergeholte Fragen nach einem Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kann sich Kanada-Export Thomas Müller köstlich amüsieren. „Ich mag theoretische Szenarien pauschal“, sagte der 131-malige frühere Nationalspieler in der Talk-Reihe „Bestbesetzung“ bei MagentaTV freudig. Moderator Johannes B. Kerner sprach den 36 Jahre alten Offensivspieler auf plötzliches Pech und eine Menge Ausfälle in der Offensive beim DFB an. „Ich habe die Fußballschuhe dabei!“, entgegnete Müller lachend.
Der nach der Heim-EM 2024 aus der Nationalmannschaft zurückgetretene Star ordnete aber umgehend ein. „Wenn wir jetzt nicht einen tiefen Block mit schnellem Umschalten spielen, sondern wenn wir den Gegner einschnüren und ihn belagern, dann ist durchaus noch was möglich - zumindest im Training immer mal wieder“, erklärte der Stürmer launig, der den FC Bayern im Sommer 2025 verlassen musste und seitdem die Karriere bei den Vancouver Whitecaps in Kanada ausklingen lässt.
Auf die konkrete Frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit in Prozent sei, antwortete Müller: „Ja, null.“ Und wenn ihn der Trainer anrufe? „Also wenn er mich anruft, dann hat er eine Meise. Dann hat er wirklich ein Problem. Der kann mich doch gar nicht anrufen. Wie viele müssten denn da ausfallen? So 15 Offensive?“
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Müller in seiner Zeit beim FC Bayern München und bis zu dessen Rücktritt aus der Nationalmannschaft nach der Heim-EM 2024 trainiert. Der Ur-Bayer, Weltmeister 2014, wird die WM im Sommer für MagentaTV als Experte begleiten.
Müller wird immer wieder mit einem Posten beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern in Verbindung gebracht. Das kann sich der Rekordspieler (756 Partien) der Münchner auch einmal vorstellen, Gedankenspiele von Vereinsseite gibt es auch. „Ich bin ein Nichts-Ausschließer. Ich lasse das einfach auf mich zukommen“, sagte Müller.
© dpa-infocom, dpa:260326-930-869301/1