Die Möglichkeiten im Sportunterricht an der Weinbergschule sind schon seit längerem erheblich eingeschränkt. Die Außenanlagen stammen aus den 1970er-Jahren, entsprechend hat der Zahn der Zeit an ihnen genagt. Nun aber können die maroden Flächen saniert werden. Es wäre das Ende einer Geduldsprobe.
Es war in der jüngeren Vergangenheit ein Dauerthema, das von der Verwaltung immer wieder aufgeschoben wurde, weil Löcher im Haushalt zu stopfen waren und andere Themen priorisiert wurden. Dabei war und ist die Notwendigkeit einer Neugestaltung der Sportflächen an der Weinbergschule unstrittig. Bereits im September 2023 hatte sich der Bauausschuss dafür ausgesprochen – übrigens ohne eine Gegenstimme.
Vorbehaltlich einer Förderzusage durch die Regierung von Mittelfranken sollten die erforderlichen Mittel von 500.000 Euro in den Haushalt 2024 eingestellt werden.
Doch passiert ist seitdem nichts. Weil der Haushalt im ersten Versuch von der Regierung von Mittelfranken als Aufsichtsbehörde im Vorjahr gekippt worden war, musste kurzfristig eingespart werden. Dem Rotstift der Kämmerei fiel damals die angedachte Sanierung der Sportflächen zum Opfer und wurde zunächst auf 2026 verschoben.
Nun ist wieder ein Jahr vergangen, die Finanzlage der Stadt hat sich zwar nicht wirklich signifikant verbessert – dennoch ist die Sanierung noch für dieses Jahr vorgesehen. 450.000 Euro sind für die Baumaßnahme im aktuellen Haushalt der Stadt.
„Die Mittel stehen dafür zur Verfügung“, bestätigt Kämmerer Christian Jakobs auf FLZ-Nachfrage. Bei einem Fördersatz von 55 Prozent ist mit einem Zuschuss in Höhe von 254.000 Euro durch den Freistaat zu rechnen. Nun könnte es also schnell gehen mit der Generalsanierung. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses schilderte Stadtplanerin Andrea Heinlein den Rahmenplan.
Der fällt um etwa 10.000 Euro günstiger aus als zunächst angedacht, weil die Hochsprunganlage inklusive Matte, Unterlage, Abdeckung, Hochsprungständer eingespart wird. Einlagerungsmöglichkeiten dafür sind aktuell auf dem Gelände nicht vorhanden, weshalb auch die Schulen den von der Stadt abgefragten Bedarf verneinten.
Im nächsten Schritt kann jetzt die Planung für die anstehenden Arbeiten ausgeschrieben werden. Geht es nach den Vorstellungen der Stadtplanerin, sollten die Bauarbeiten – „wenn alles glatt läuft“ – im Sommer starten.
Auf der zuletzt im Jahr 2015 überholten Anlage treiben Schüler der Weinbergschule, aber auch der Pestalozzi-Schule, der zwölften Klassen der Fachoberschule sowie der Montessori-Schule Sport.
Der Zustand der Sportfreiflächen gilt inzwischen als besorgniserregend: Laufbahnen sind teilweise gesperrt, nahezu überall ist die Beschichtung des Tartanbodens abgenutzt. Unebenheiten stellen eine Verletzungsgefahr dar. Die Entwässerungseinrichtungen sind nur noch teilweise funktionsfähig.
Zudem soll das Areal neu eingezäunt werden, weil es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder zu Vermüllung und Vandalismus gekommen war. „Wir sollten die Anlage jetzt sanieren“, sagte CSU-Stadtrat Jochen Sauerhöfer. Wohlgemerkt, das war 2023.