Nach schwerem Brand im Dinkelsbühler Bauhof: Neue Maschinen in neuen Hallen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 26.05.2025 07:00

Nach schwerem Brand im Dinkelsbühler Bauhof: Neue Maschinen in neuen Hallen

Dankte den Nachbarkommunen sowie dem Kreisbauhof in Langfurth für die Unterstützung nach dem Brand: Betriebsleiter Tobias Wittmann an der Zufahrt des Dinkelsbühler Bauhofs. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Dankte den Nachbarkommunen sowie dem Kreisbauhof in Langfurth für die Unterstützung nach dem Brand: Betriebsleiter Tobias Wittmann an der Zufahrt des Dinkelsbühler Bauhofs. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Dankte den Nachbarkommunen sowie dem Kreisbauhof in Langfurth für die Unterstützung nach dem Brand: Betriebsleiter Tobias Wittmann an der Zufahrt des Dinkelsbühler Bauhofs. (Foto: Friedrich Zinnecker)

Der Wiederaufbau des Dinkelsbühler Bauhofs ist inzwischen abgeschlossen. Beim Tag der offenen Tür präsentierte die Stadt am Samstag ihre neue kommunale Betriebsstätte, deren Vorgängeranlage an der Mönchsrother Straße bei einem Großbrand am 4. Juni 2021 zum Raub der Flammen geworden war.

Das verheerende Feuer thematisierte Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer bei seiner Ansprache. Dabei erinnerte er an die schwarze, gen Himmel steigende Rauchsäule sowie an eine unbeschreibliche Hitzeentwicklung. Beide Hallen sowie all das, was sich das Bauhof-Team bis dahin selbst geschaffen hatte, sei mitsamt der Gerätschaften verbrannt.

Im Einsatz waren damals 200 Rettungskräfte von Technischem Hilfswerk, Feuerwehr und Rotem Kreuz, sagte der OB und zeigte sich dankbar dafür, dass ein Flächenbrand gerade noch habe verhindert werden können. Als Ursache habe ein Gutachter später einen technischen Defekt an einem Elektroauto ermittelt.

Gesamtschaden von 3,6 Millionen Euro

Der Gesamtschaden in Höhe von 3,6 Millionen Euro verteilte sich laut Hammer auf die Gebäude mit 2,042 Millionen Euro, die Fahrzeuge mit 769.000 Euro und das Inventar mit 789.000 Euro. Aufgrund einer Unterversicherung habe die Versicherung nur 1,715 Millionen Euro erstattet, weshalb die Stadt 1,885 Millionen Euro selbst habe tragen müssen.

Nachdem 2023 die erste Halle wieder aufgebaut worden war, folgte 2024 die zweite. Und weil die nötigen Gerätschaften neu beziehungsweise in gebrauchtem Zustand gekauft sind, sei jetzt wieder „alles im Lot“, hieß es. Zugleich wurden mit Blick auf den Ersatz für die verbrannte technische Ausstattung ein Hubsteiger für 166.000 Euro, eine Kehrmaschine für 115.000 Euro, ein Traktor für 105.000 Euro, ein Mehrzwecktransporter für 100.000 Euro, ein Ladekran für 80.000 Euro und ein Radlader für 78.000 Euro als die teuersten Großmaschinen genannt. Dazu kamen weitere Fahrzeuge und Anhänger, ein Gabelstapler, Mähmaschinen und ein Freischneider.

Team mit 40 Fachleuten

Darüber hinaus waren Kleingeräte und Werkzeug im Gesamtwert von 106.000 Euro neu zu beschaffen. Dazu zählten Bohrer, Besen, Schaufeln, Motorsägen, Heckenscheren, Ladegeräte, Akkus, Hochentaster, Holzgreifer, Hubwagen, Betonmischer und ein Dieseltank. 180.000 Euro haben wiederum weitere Gegenstände wie Mülleimer, Fahnenmasten, Schilder, Marktstände, Ölofen, Bänke und Material für die Kinderzeche gekostet.

In ihrem Bauhof beschäftigt die Stadt Dinkelsbühl 40 Fachleute, darunter fünf Frauen. Zu dem Team mit Betriebsleiter Tobias Wittmann an der Spitze gehören ein Straßenbautrupp, Schreiner und Zimmerleute, Elektriker, Schlosser, Gärtner, Maler, ein Baumkontrolleur, Maurer, Anlagenmechaniker, Werkstattarbeiter und Büroangestellte.

„Starke Truppe auf Top-Niveau“

Sie alle bezeichnete OB Hammer als „starke Truppe auf Top-Niveau“ mit einem großen Leistungsspektrum und lobte deren „reibungslose Weiterarbeit“ nach dem Brand. Zudem dankte er dem Stadtrat, der Verwaltung und den Firmen, die beim Wiederaufbau mitgewirkt hatten. In diesem Sinn hob Bauhofleiter Wittmann, der zum Zeitpunkt der Entscheidung für den Wiederaufbau gerade einmal vier Tage lang im Amt gewesen war, die von den Nachbarkommunen und vom Kreisbauhof in Langfurth gewährten Hilfen hervor.

Das Angebot zur Besichtigung der neuen Hallen sowie des Fuhrparks nutzte die Bevölkerung beim Tag der offenen Tür eifrig. Dabei waren auch Fahrten mit dem Hubsteiger begehrt, der eine Höhe von bis zu 30 Metern erreicht. Mit einem Auftritt erfreute auch die Knabenkapelle die Besucher, für deren leibliches Wohl reichlich gesorgt war.

Nachdem die Umbauarbeiten in der benachbarten Kläranlage ebenfalls abgeschlossen sind, hatten die Besucher am Samstag auch dort die Möglichkeit, sich im Rahmen von halbstündlich angebotenen Führungen zu informieren.


Von Friedrich Zinnecker
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