Nachbarschaftsverein in Schillingsfürst feiert Jubiläum | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.10.2025 14:50

Nachbarschaftsverein in Schillingsfürst feiert Jubiläum

Der ehrenamtliche Helferkreis mit (vorne von links) Michael Trzybinski, Gisela Franz, Irene Becker, Marco Meier und Peter Dinzl. (Foto: Cedric Sterner)
Der ehrenamtliche Helferkreis mit (vorne von links) Michael Trzybinski, Gisela Franz, Irene Becker, Marco Meier und Peter Dinzl. (Foto: Cedric Sterner)
Der ehrenamtliche Helferkreis mit (vorne von links) Michael Trzybinski, Gisela Franz, Irene Becker, Marco Meier und Peter Dinzl. (Foto: Cedric Sterner)

Mit einem großen Festakt in der Albert-Zietz-Halle feierte die Nachbarschaftshilfe Hand in Hand für Schillingsfürst und Umgebung ihr 20-jähriges Bestehen.

Zahlreiche Ehrengäste, Vereinsmitglieder und Unterstützende waren gekommen, um den Verein zu würdigen, der seit seiner Gründung am 27. September 2005 zu einer festen sozialen Institution geworden ist. Neben einiger Ehrungen wurde den Gästen auch ein humorvoller Auftritt eines Überraschungsgastes geboten.

Anlaufstelle für Hilfsbedürftige

Die Vorsitzende Irene Becker eröffnete den Nachmittag und begrüßte die Ehrengäste, darunter Bürgermeister Michael Trzybinski, Bezirksrat und Bürgermeister von Ornbau Marco Meier und den stellvertretenden Bezirkstagspräsidenten Herbert Lindörfer.

Trzybinski würdigte die Nachbarschaftshilfe als „feste Institution, die nicht mehr wegzudenken ist“. Hand in Hand sei eine zuverlässige Anlaufstelle für Hilfsbedürftige und für all diese Unterstützung könne man „nicht genug Danke sagen“, betonte er.

Herbert Lindörfer überbrachte die Grüße des Bezirkstagspräsidenten und von Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Er hob hervor, dass es nicht selbstverständlich sei, so viel Zeit in Mitmenschen zu investieren. Dies sei nicht mit Geld aufzuwiegen und gerade in der heutigen gesellschaftlichen Situation von unschätzbarem Wert. Als Dankeschön lud er alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu einem kostenlosen Besuch des Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim ein.

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2005 im Schlosscafé gegründet

Auch Marco Meier fand anerkennende Worte: „20 Jahre, das muss man erst einmal schaffen.“ Hand in Hand sei „gelebte Solidarität“, außerdem sei die Arbeit des Vereins eine beachtliche Leistung. Er betonte die „Haltung“ und „Herzlichkeit“ des Vereins und brachte ebenfalls eine Spende mit.

Becker gab anschließend einen Überblick über die Vereinsgeschichte. Am 27. September 2005 sei „Hand in Hand“ im Schlosscafé Schillingsfürst gegründet worden. Die Initiative habe Monika Kernstock ergriffen, die durch die Nachbarschaftshilfe Rothenburg „Wegwarte“ inspiriert worden war. Altbürgermeister Gerhard Götz unterstützte die Gründung und Kernstock blieb danach noch neun Jahre Vorsitzende. Mit 28 Mitgliedern startete der Verein.

Aktuell stellt der Helferkreis 20 Aktive

2016 stand die Nachbarschaftshilfe kurz vor der Auflösung, da sich keine Nachfolge für den Vorstand fand. Mit 74 Mitgliedern schien das Ende nahe, doch schließlich übernahm Irene Becker die Verantwortung. Unter ihrer Leitung ist der Verein auf mittlerweile 230 Mitglieder angewachsen, nicht nur aus Schillingsfürst, sondern aus der gesamten Verwaltungsgemeinschaft und darüber hinaus.

Aktuell zählt der Helferkreis 20 aktive Ehrenamtliche, die Menschen im Alltag unterstützen, ob beim Einkaufen, bei Fahrten, durch Besuche oder einfach durch Zuhören. „Wir hören zu und nehmen uns Zeit für Gespräche“, erklärte Becker. Die Helferinnen und Helfer gäben den Menschen Halt und ermöglichen, dass sie weiterhin selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben können.

Neben der direkten Hilfe haben sich im Laufe der Jahre auch feste Veranstaltungen etabliert, etwa der Stammtisch oder die „Elisenrunde“, ein liebevoll gestalteter Seniorennachmittag für Bewohner des Elisenstifts. Für die enge Zusammenarbeit mit dem Altersheim und dem Café Elise sprach Becker ihren besonderen Dank aus. Eine relativ neue Sparte des Vereins ist die Handarbeitsgruppe, deren selbst gefertigte Werke unter anderem bei Veranstaltungen verkauft werden, der Erlös fließt zurück in die Vereinsarbeit.

Ein Höhepunkt des Nachmittags war die Ehrung der Mitglieder, die seit 20 Jahren dabei sind. Monika Kernstock, Peter Dinzl, Waltraud Becker, Maria Hack, Sieglinde Hahn, Wilma Weiß, Hertha Unger, Willi Körber, Heidi Hölzl und Gisela Franz erhielten eine Urkunde sowie Präsente. Letzterer kam eine besondere Würdigung zu, denn als Künstlerin unterstützt sie den Verein seit Jahren mit Kalendern, Bildern und illustrierten Büchern, deren Erlöse gespendet werden. Dafür wurde sie zum Ehrenmitglied ernannt.

Überraschungsauftritt von Christoph Maul

Zusätzlich erinnerte Becker an wichtige Auszeichnungen, die den Verein in den vergangenen Jahren für sein Engagement geehrt haben. Neben dem Förderpreis für vorbildliche Seniorenprojekte 2021 des Landkreises Ansbach erhielt der Verein auch den AOK-Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ 2024. Das Programm bot auch musikalische Beiträge der Blaskapelle Geslau sowie einen Überraschungsauftritt von Kabarettist Christoph Maul, der humorvoll einen Rückblick in die Vergangenheit wagte und mit viel Witz die Beziehung zwischen Jung und Alt kommentierte. Sein Auftritt erfolgte ehrenamtlich.


Von CEDRIC STERNER
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