Wer neu baut, muss sich auch eine Elektro-Frage stellen: Wie viele Steckdosen sollen es im Haus sein - und wo brauche ich die eigentlich?
Denn fehlen Steckdosen, dort wo man sie benötigt, kann man zwar später noch mit Verlängerungskabeln oder Mehrfachsteckdosen arbeiten. Doch die werden nicht nur leicht zur Stolperfalle. Steckt man zu viele leistungsstarke Geräte an Mehrfachsteckdosen, kann die daran angeschlossene Steckdose auch überlastet werden. Im schlimmsten Fall kommt es sogar zu einem Brand. Darauf weist die Initiative Elektro+ hin, ein Zusammenschluss der Elektrobranche.
Damit es am Schluss genügend Steckdosen im Eigenheim gibt, rät Elektro+ Bauherren, sich mindestens an der Standardausstattung der Richtlinie RAL-RG 678 zu orientieren. Die beschreibt insgesamt drei Ausstattungsstufen: die Mindestausstattung gemäß DIN 18015-2, die Standardausstattung und die sogenannte Komfortausstattung.
Zum Vergleich: Die Standardausstattung nach der RAL-Richtlinie sieht für die Küche beispielsweise drei allgemeine Steckdosen vor. Außerdem: drei Steckdosen je 1,20 Meter Arbeitsfläche, zwei Steckdosen für Radio und Co., zwei für Kühlschrank und Gefriergerät und eine Steckdose für den Dunstabzug. Die Mindestausstattung liegt demnach hingegen bei drei allgemeinen Steckdosen für den Küchenbereich, zwei Steckdosen je 1,20 Meter Arbeitsfläche, einer Steckdose für Radio und Co., einer Steckdose für den Kühlschrank und einer für den Dunstabzug.
Für Schlafzimmer unter 16 Quadratmeter Wohnfläche sind in der Standardausstattung demnach insgesamt elf Steckdosen vorgesehen, in der Mindestausstattung sind es insgesamt acht.
Hilfreich bei der Planung der Lage der Steckdosen zudem: vorab einen Möbelgrundriss erstellen. Denn nur wer zumindest grob weiß, wo Bett, Sofa und Schreibtisch einmal stehen sollen, kann die Steckdosen auch genau dort setzen lassen, wo sie gebraucht werden. Laut den Verbraucherzentralen sollten sich die Steckdosen am besten in einer Höhe von 85 bis 110 cm befinden. Die Höhe sei für alle gut erreichbar. Einplanen sollte man demnach außerdem eine ausreichende Menge an Steckdosen, die auch im Sitzen zu erreichen sind. Das ist etwa auch fürs Alter sinnvoll.
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