„Veränderungen gehören dazu”: Das sagt Andreas Schmid, Geschäftsführer des Ansbacher Brücken-Centers. Er spielt damit auf einige Veränderungen an, die in den kommenden Wochen und Monaten in dem Einkaufszentrum anstehen. Mit der Gesamtentwicklung des Standortes ist er zufrieden.
Die aktuell größte Veränderung in dem Einkaufszentrum betrifft die Saturn-Filiale, in der seit Wochen umgebaut wird. Die Maßnahme soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Bei der Wiedereröffnung wird die Filiale dann allerdings unter der Marke MediaMarkt firmieren, wie eine Sprecherin von Ceconomy, dem Mutterkonzern hinter dem Elektronikhändler MediaMarktSaturn, auf FLZ-Anfrage erklärte.
Andreas Schmid, Geschäftsführer des Brücken-Centers, weiß aus Verhandlungen mit dem Unternehmen schon länger von diesem Vorhaben. „Ich begrüße es, dass ein so wichtiges Sortiment für das Center-Angebot erhalten bleibt”, sagt er im Gespräch mit der Redaktion. Hinzu kommt durch den Umbau, dass die Filiale dann auch auf dem neuesten Stand ist, was den Bereich Ladenbau betrifft. Der Kunde honoriere dies. „Die Erfahrung zeigt, dass der Umsatz steigt, wenn ich meinen Laden auf Vordermann bringe.”
Einen Leerstand gibt es aktuell im überdachten Außenbereich des Centers. Doch für die Fläche, wo bisher Tally Weijl zu finden war, gibt es schon einen neuen Mieter. Laut Schmid wird im September hier der Geschenkartikel-Spezialist Nanu-Nana einziehen. Für den Center-Chef geht damit ein Wunsch in Erfüllung, den er schon seit Jahren im Kopf hat. „Seit ich hier bin, wollte ich einen klassischen Geschenkartikelladen”, erklärt er.
Aus der Sicht von Schmid ist ein solches Angebot ein Frequenzbringer und damit ein Gewinn für das Center. „Da findet man immer etwas, auch wenn man gar nichts braucht”, sagt er und grinst. Die Signale der Kundschaft, die auf das Vorhaben angesprochen wurden, seien sehr gut gewesen.
Auch direkt nebenan wird es Veränderungen geben. Denn die von der Valtin-Gruppe betriebene Esprit-Filiale wird aus dem Brücken-Center verschwinden. Hier wird sich das deutsche Modehandelsunternehmen Jeans Fritz einmieten. Laut Schmid handelt es sich dabei um den Marktführer im Bereich Casualwear, also alltagstaugliche Kleidung, für junge Menschen. „Das ist eine gute Ergänzung für uns.” Das Interesse der Marke am Brücken-Center bestehe schon länger, erzählt Schmid. „Aber wir hatten bislang nicht die richtigen Flächen dafür.”
Noch keine Lösung haben die Verantwortlichen für die ehemalige Jacob-Filiale gefunden. Am liebsten wäre es Schmid, hier wieder einen Metzger anzusiedeln. Doch Handwerksbetriebe in diesem Bereich seien gerade nicht sehr expansionsfreudig, betont er und verdeutlicht, dass dieser Wunsch wohl unerfüllt bleibt. Derzeit befindet sich das Management in Gesprächen mit verschiedenen Interessenten, Vollzug kann indes noch nicht vermeldet werden. Klar ist nur, dass der neue Mieter eine Ergänzung zu dem bereits vorhandenen Angebot in dem Food Court darstellen soll.
Bis auf diesen einen Fleck sind alle Flächen in dem Einkaufszentrum vermietet, wie Schmid berichtet. „Das beweist, dass der Standort von den Marktteilnehmern als attraktiv und wirtschaftlich empfunden wird.” Eine Vollvermietung sei nicht selbstverständlich, legt er dar. Immerhin „stecken wir jetzt im sechsten Jahr der multiplen Krisen”. Er meint damit unter anderem die Corona-Pandemie und die Folgen des Ukraine-Krieges.
Neben der Suche nach neuen Mietern stehen auch immer wieder Modernisierungen auf dem Plan der Verantwortlichen. Das Center selbst hat zum Beispiel die gesamte Beleuchtung in der inneren Ladenstraße und auf den Parkflächen auf LED-Technik umgerüstet. Zum Abschluss des laufenden Jahres soll auf dem Dach der Buckenmaier-Frauenwelt noch eine Photovoltaik-Anlage gebaut werden. Diese ist für den Eigenverbrauch des Centers gedacht und produziert laut Schmid ungefähr eine Strommenge, mit der man 140 Haushalte im Jahr mit Energie versorgen könnte.
„Ich bin zufrieden mit der Entwicklung des Centers”, bilanziert Andreas Schmid. „Der Standort funktioniert sehr gut.” Dass dies nicht allein sein Verdienst ist, weiß der Geschäftsführer freilich. „Wir haben ein gutes Team sowie zuverlässige und innovative Mietpartner.”