Neuendettelsauer Sozialkonzern Diakoneo schließt sechs Küchen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 26.08.2025 12:50

Neuendettelsauer Sozialkonzern Diakoneo schließt sechs Küchen

Sie waren an der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens beteiligt (von links): André Merkel, Geschäftsleiter Hauptbetrieb Nürnberg Dorfner; Dirk Bär, Operativer Geschäftsleiter Dorfner; Peter Engelbrecht, Gesamtgeschäftsführer Dorfner; Michael Krach, Kaufmännischer Vorstand Diakoneo, Ina Strickstrock, Vorständin Personal und Unternehmensentwicklung Diakoneo, Nicolai Gögler, Projektleiter Diakoneo; Brigitte Merk, Leitung Catering-Service; Stephan Müller, Regionalleiter Dorfner. (Foto: Dorfner)
Sie waren an der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens beteiligt (von links): André Merkel, Geschäftsleiter Hauptbetrieb Nürnberg Dorfner; Dirk Bär, Operativer Geschäftsleiter Dorfner; Peter Engelbrecht, Gesamtgeschäftsführer Dorfner; Michael Krach, Kaufmännischer Vorstand Diakoneo, Ina Strickstrock, Vorständin Personal und Unternehmensentwicklung Diakoneo, Nicolai Gögler, Projektleiter Diakoneo; Brigitte Merk, Leitung Catering-Service; Stephan Müller, Regionalleiter Dorfner. (Foto: Dorfner)
Sie waren an der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens beteiligt (von links): André Merkel, Geschäftsleiter Hauptbetrieb Nürnberg Dorfner; Dirk Bär, Operativer Geschäftsleiter Dorfner; Peter Engelbrecht, Gesamtgeschäftsführer Dorfner; Michael Krach, Kaufmännischer Vorstand Diakoneo, Ina Strickstrock, Vorständin Personal und Unternehmensentwicklung Diakoneo, Nicolai Gögler, Projektleiter Diakoneo; Brigitte Merk, Leitung Catering-Service; Stephan Müller, Regionalleiter Dorfner. (Foto: Dorfner)

Die Verpflegung in den etwa 200 Einrichtungen des Neuendettelsauer Sozialkonzerns Diakoneo wird weitgehend zentralisiert. Dafür hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Catering-Spezialisten Dorfner eine Servicegesellschaft gegründet.

Die gemeinsame Servicegesellschaft ist der rechtlich-organisatorische Rahmen für eine Neuorganisation der Speisenversorgung, bei der die Zubereitung in mehreren Schritten zentralisiert wird, teilte die Diakoneo-Pressestelle mit. Die Umstellung sei notwendig, um die Qualität der Speisenversorgung sicherzustellen und die immer weiter steigenden Kosten in den Griff zu bekommen.

Die Meisten bekommen alternative Jobs

Wie viele Mitarbeitende von der Zentralisierung betroffen sind, konnte Diakoneo-Pressesprecher Dr. Stefan Bießenecker auf FLZ-Anfrage nicht exakt sagen. Allerdings sei die Zahl „überschaubar”. Die meisten der Betroffenen würden alternative Jobangebote im Unternehmen erhalten. Ein kleinerer Teil werde weiterhin in den Küchen arbeiten, denn die angelieferten Speisen müssen vor Ort erwärmt und verteilt werden. Außerdem gebe es eine „ganz kleine Gruppe”, deren Jobs komplett wegfallen.

Im ersten Schritt wird ab dem 1. Oktober in sechs Küchen in Diakoneo-Einrichtungen in Bayern nicht mehr gekocht; sie stehen für etwa 60 Prozent der in Bayern zubereiteten Speisen. Die Küchen im Tagungszentrum Neuendettelsau, der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik in Nürnberg sowie in Coburg-Lützelbuch bleiben in Betrieb und werden Teil der neuen Gesellschaft. Für die Diakoneo-Einrichtungen in Baden-Württemberg laufen die Planungen für eine Integration in die Gesellschaft und die Umstellung der Speisenversorgung.

Diakoneo hält 51 Prozent der Gesellschaftsanteile, Dorfner 49 Prozent. Sitz der Gesellschaft ist Neuendettelsau.

„Lecker, gesund und hochwertig”

„Unsere Patienten und Bewohner erwarten zu Recht eine gute und gleichbleibende Qualität des Essens, beste Zutaten und einwandfreie Hygiene. Bei der gegebenen Refinanzierung durch die Kostenträger können wir diese Ansprüche in unseren vielen kleinen Küchen schon seit Jahren nicht mehr kostendeckend erfüllen“, wird Michael Krach, Kaufmännischer Vorstand bei Diakoneo, in der Mitteilung zitiert. „Wir kennen Dorfner seit vielen Jahren als zuverlässigen Partner, der über sehr viel Erfahrung in der Gemeinschaftsverpflegung verfügt und die vielfältigen Anforderungen unserer unterschiedlichen Einrichtungen umfassend bedienen kann. Uns ist es wichtig, dass wir die Menschen, die sich uns jeden Tag anvertrauen, auch in Zukunft lecker, gesund und hochwertig versorgen.“

Neben der Sicherung der Qualität und der Vielfalt der künftig in den Einrichtungen von Diakoneo angebotenen Speisen könne durch die Umstellung die Vielfalt des Speisenangebots sichergestellt und gleichzeitig die Menge der weggeworfenen Lebensmittel deutlich reduziert werden. Künftig wird das Cook-and-Freeze-Verfahren angewendet, bei dem die Speisen zubereitet, unmittelbar schonend tiefgefroren und so die Nährstoffe sowie der Geschmack „optimal konserviert” werden. Die lange Haltbarkeit, die einfachere Logistik und die hohe Flexibilität bei der Vorbereitung zum Verzehr machen es laut Diakoneo deutlich einfacher, auch auf individuelle Wünsche einzugehen.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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