Der Markt Dietenhofen bekommt einen neuen Bürgermeister. Der einzige Kandidat, der 53-jährige Verwaltungs-Geschäftsleiter Johannes Förthner (parteilos), erhielt 83,8 Prozent der Stimmen und tritt damit die Nachfolge von Rainer Erdel (WGO) an. Nach zwei Wahlperioden als Bürgermeister stellte Erdel sich nicht mehr zur Wahl.
Die Wahlbeteiligung betrug 66,7 Prozent. Von den 4424 Wahlberechtigten machten 2949 von diesem Recht Gebrauch. 282 Stimmzettel waren ungültig.
„Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Das ist für mich ein Riesen-Vertrauensbeweis, und ich freue mich auf die neue Aufgabe“, sagte Johannes Förthner. Mit diesem „positiven Rückenwind“ gehe er nun in die neue Wahlperiode, versicherte er.
„Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Grundschul-Neubau mit dem Schulverband Dietenhofen-Rügland.“ Im engen Austausch mit den Mitgliedern des neuen Marktgemeinderats wolle er im nächsten Schritt alle weiteren Projekte und Vorhaben nach Dringlichkeit bewerten und diese dann Stück für Stück abarbeiten.
Förthner war im Wahlkampf von allen vier zur Kommunalwahl angetretenen Parteien und Gruppierungen – der CSU/Freien Bürger, der Wählergruppe Ortsteile (WGO), der Parteilosen Wählergemeinschaft (PWG) und der SPD – unterstützt worden.
„Das hat sicherlich Seltenheitswert und spricht in gewisser Weise auch bereits für sich“, sagte dazu der scheidende Amtsinhaber, Rainer Erdel. Er freue sich über das Wahlergebnis von 83,8 Prozent, mit dem die Wählerinnen und Wähler Förthner deutlich ihr Vertrauen ausgesprochen hätten.
„Johannes Förthner ist durch seine Arbeitsweise und seine Tätigkeit im Rathaus bekannt, und die Bürgerinnen und Bürger trauen ihm das Amt des Bürgermeisters zu“, so Erdel. Förthner sei „eine sehr gute Wahl für die Gemeinde“, nicht zuletzt aufgrund seines beruflichen Hintergrunds. Johannes Förthner war in der Personalverwaltung des Polizeipräsidiums Mittelfranken tätig, bis er 2020 die Aufgabe des Kämmerers beim Markt Dietenhofen übernahm. 2021 wurde er Geschäftsleiter.
Erdel selbst wird im Juni 71 Jahre alt und will es künftig etwas ruhiger angehen lassen. Weiterhin gefordert sei er aber unter anderem durch den landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Lentersdorf und durch seine Aufgabe als Ehrenmitglied im Präsidium des Reservistenverbands der Bundeswehr.
Außerdem hoffe er auf ein erneutes Kreistagsmandat. Erdel hatte auf Listenplatz eins der FDP-Kreistagsliste kandidiert. In der Wahlperiode 2020 bis 2026 war er zweiter weiterer Stellvertreter des Landrats.
Stärkste Fraktionen sind die Parteilose Wählergemeinschaft Dietenhofen sowie die Wählergruppe der Ortsteile Dietenhofens mit je sieben Sitzen. CSU/Freie Bürger kommen auf fünf Mandate, die SPD auf eines.