Vor ziemlich genau einem Jahr ist die Bäckerei Greller im Ansbacher E-Center Dallheimer ausgezogen. Kurz darauf eröffnete an dieser Stelle dann eine Brothaus-Filiale. Greller war damit nicht mehr in der Stadt vertreten. Das soll sich im Mai wieder ändern.
Wie Katalin Kilvinger-Greller, die Frau von Bäckermeister Christian Greller, der FLZ mitteilt, freut sich das Veitsbronner Unternehmen sehr, wieder in Ansbach Fuß zu fassen. Bereits im Gespräch vor einem Jahr hatte Christian Greller betont, irgendwann gern wieder mit einem Standort in die Stadt zurückkehren zu wollen. Die neue Filiale wird sich dann im Kaufland in der Ritter-von-Lang-Allee befinden, wo derzeit noch eine andere Bäckerei vertreten ist. „Wir lösen das Brothaus ab”, bestätigt Kilvinger-Greller am Telefon.
Die Anfrage kam laut Familie Greller von ihrer Seite. „Wir haben letztes Jahr Kontakt zu Kaufland aufgenommen. Nach konstruktiven Gesprächen konnten wir uns auf gemeinsame Rahmenbedingungen einigen und den Vertrag erfolgreich abschließen”, so Christian Greller.
Wolfgang Grün, Filialleiter bei Kaufland in Ansbach, erklärt auf Nachfrage der FLZ, dass Mieterfragen grundsätzlich von der Zentrale aus laufen und auch er als Filialleiter über den neuen Mieter nur informiert worden ist. Die Pressestelle der Kaufland-Zentrale teilt schriftlich mit, dass das Unternehmen sich freue, die Bäckerei Greller „als Partner für eine langfristige Zusammenarbeit” gewonnen zu haben.
„Den Kunden ergänzend zu unserem Filial-Angebot stets einen attraktiven Branchenmix zu bieten, auf den sie sich vor Ort zu jeder Zeit verlassen können, hat für uns als Vermieter höchste Priorität”, heißt es weiter. Der Vertrag mit Brothaus ende planmäßig, da es sich laut Kaufland um einen befristeten Vertrag handelt.
Im vergangenen Jahr hatte die Bäckerei Greller umfassend nach einem geeigneten Standort im Raum Ansbach gesucht. Zahlreiche Optionen seien geprüft worden, mussten jedoch aus „wirtschaftlichen Gründen verworfen” werden. Ansbach blieb für die Bäckerei Greller dabei stets ein zentraler Standort, teilt das Unternehmen mit. „Für uns war immer klar: Ansbach gehört zu Greller – und Greller gehört zu Ansbach“, wird Geschäftsführer Christian Greller in einer Pressemitteilung zitiert, „wir sind ein regional verwurzelter Handwerksbetrieb und wollen dort präsent sein, wo unsere Kundinnen und Kunden leben.“
Seit der Schließung der Greller-Filiale in der Brauhausstraße blieben die anderen Filialen im Ansbacher Raum geöffnet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im E-Center gearbeitet hatten, konnten nach Angaben des Unternehmens weiter gehalten werden.
Sie arbeiteten vorübergehend in anderen Filialen im Umland (zum Beispiel in Burgoberbach oder Sachsen), was teils mit zusätzlichem Fahraufwand verbunden war. Auch viele Stammkundinnen und Stammkunden nahmen seither, so Greller, Strecken auf sich, um weiterhin bei Greller einzukaufen.
„Wir suchen noch zusätzliche Mitarbeitende, aber versuchen natürlich auch, diejenigen, die in Ansbach wohnen, dort wieder zu übernehmen, damit sie nicht so weit fahren müssen”, erklärt Katalin Kilvinger-Greller. Werden auch die Mitarbeitenden von Brothaus, die aktuell im Kaufland angestellt sind, übernommen? „Die Frage einer möglichen Übernahme der Mitarbeitenden des bisherigen Mieters stellte sich bislang nicht. Mit dem Aufbau des Teams für die neue Filiale beginnen wir jetzt und zeigen uns offen.“
Der Umbau der neuen Filiale im Kaufland beginnt ab dem 1. Mai, so Greller. Die Eröffnung ist voraussichtlich ab Mitte Mai geplant.