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Veröffentlicht am 24.09.2024 12:00

Neues Feuerwehrhaus in Neusitz ist eingeweiht

So sieht das neue Haus der Neusitzer Feuerwehr aus. Genau acht Monate nach dem ersten Spatenstich wurde es jetzt offiziell übergeben. (Foto: Christine Schweizer)
So sieht das neue Haus der Neusitzer Feuerwehr aus. Genau acht Monate nach dem ersten Spatenstich wurde es jetzt offiziell übergeben. (Foto: Christine Schweizer)
So sieht das neue Haus der Neusitzer Feuerwehr aus. Genau acht Monate nach dem ersten Spatenstich wurde es jetzt offiziell übergeben. (Foto: Christine Schweizer)

Genau acht Monate nach dem ersten Spatenstich wurde am Wochenende das neue Feuerwehrhaus in Neusitz (Landkreis Ansbach) offiziell an die Freiwillige Feuerwehr übergeben.

Mit der Feuerwehr ist auch ein alter Lindenbaum zum neuen Domizil mit umgezogen. „Er hat den Umzug gut überstanden und erstrahlt hier in sattem Grün“, meinte Bürgermeister Manuel Döhler. Den Neubau für die Freiwillige Feuerwehr bezeichnete er als „Anlaufstelle für die Bürger im Notfall“.

Vor dem offiziellen Beginn des Festaktes hatte es allerdings einen aufregenden Zwischenfall gegeben. Während sich die Festgäste gerade in gemütlicher Runde Kaffee und Kuchen schmecken ließen, ertönte plötzlich der laute Ruf eines Feuerwehrkameraden: „Einsatz!“ Während manch einer noch fragend dreinblickte, rannten die ersten Feuerwehrleute schon zu ihren Fahrzeugen.

Halbe Stunde Verzögerung

Die vielen Gäste konnten in Echtzeit miterleben, dass ihre Feuerwehr bestens organisiert ist und in wenigen Minuten zum gemeldeten Einsatzort nach Neusitz abrückte. Mit dabei war auch Kreisbrandinspektor Gerd Meier, der voll des Lobes über die Schlagkraft und Präzision seiner Feuerwehrleute war. Rund 40 Einsatzkräfte seien vor Ort gewesen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Rothenburg, Gebsattel und Neusitz sowie der Rettungsdienst seien in kürzester Zeit einsatzbereit gewesen.

Selbstverständlich hatten alle Festgäste großes Verständnis dafür, dass sich der Beginn der Veranstaltung dadurch um eine gute halbe Stunde verzögerte. Bürgermeister Manuel Döhler freute sich, dass er Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Kreisbrandinspektor Gerd Meier, Kreisbrandmeister Dominik Wenninger, Stadtbrandinspektor Manuel Gerich sowie seine beiden Stellvertreter Torsten Haack und Axel Schober begrüßen konnte. Ein besonderer Gruß galt auch einer Reihe von Bürgermeisterkollegen und –kolleginnen, Pfarrer Markus Dörrer, Christian Stein, den Kindern der Jugendfeuerwehr und den Abordnungen der Nachbarfeuerwehren.

Herausragende Verdienste

Döhler zeichnete fünf Feuerwehrkameraden für ihre herausragenden Verdienste beim Neubau des Feuerwehrhauses aus: Karl-Heinz Sperr, Stefan Kasparek, Johannes Klein und Bernhard Sperr. Dem ersten Kommandanten Florian Meyer überreichte er für das neue Gebäude eine Figur des Heiligen Florian, den Schutzpatron der Feuerwehrleute.

In seiner Ansprache würdigte er die „tolle Jugend- und Kinderarbeit“. Die Aufgaben für die Feuerwehren würden durch technische Hilfeleistungen, medizinische Notfälle, Tierrettungen und Personenbergungen ständig zunehmen. „Wir sind stolz auf unsere Feuerwehr“, so der Bürgermeister.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig betonte, dass der Neubau des Feuerwehrhauses eine „Investition in die Zukunft“ sei. Obwohl sich das Gebäude ein wenig außerhalb des Ortes befinde, sei dieses Haus „in der Mitte der Bürgerschaft“ geblieben. „Das zeigen die vielen Besucher aus allen Altersgruppen.“ Die Feuerwehr sei mit 11.000 aktiven Personen in über 300 Wehren „die größte Bürgerbewegung im Landkreis Ansbach“. Der Dienst in der Feuerwehr sei kein Hobby, sondern eine Berufung.

Positive Zukunftsperspektive

Die Neusitzer würden gerade Kindern und Jugendlichen eine positive Zukunftsperspektive bieten. Dem Neubau mit Erweiterungsmöglichkeit liege eine wohl durchdachte Planung zugrunde. Zur Erinnerung an den Festtag überreichte er Meyer ein Landkreiswappen.

Kreisbrandinspektor Gerd Meier meinte in seinem Grußwort: „Ein Zweckbau kann auch gut aussehen. Das sehen wir hier in Neusitz. Damit ist die Gemeinde Neusitz für die Zukunft gut aufgestellt.“ Das Gebäude sei zwar ein wenig weiter vom Rathaus gelegen, aber er sei sich sicher, dass die Kommunikation mit der Gemeinde trotzdem gut funktionieren wird.

Die Jugend zeigte eine Übung

Meyer lobte das große Engagement der Ehrenamtlichen, die mit ihrem Fachwissen zum Gelingen beigetragen hätten. Die erste Aufgabe im neuen Haus habe der Neusitzer Feuerwehrverein hervorragend gestemmt. „Wir haben ein tolles Team und eine tolle Ausstattung und erfüllen nun alle neuesten Feuerwehr-Standards. Es war für mich ein Fest, mit euch zusammen an diesem neuen Gebäude zu arbeiten.“

Pfarrer Markus Dörrer stellte fest, dass der Dienst, den Menschen hier leisten, viel Zeit und Kraft koste. Er stellte das neue Gebäude unter den Schutz und Segen Gottes. Als Geschenk überreichte er einen Haussegen, verbunden mit dem Wunsch: „Hoffentlich hängt er nie schief.“

Für großes Interesse sorgte eine Vorführung der Jugendfeuerwehr. Sie hatte die Aufgabe, eine verletzte Person aus einem verunglückten Fahrzeug zu retten und zu versorgen. Die Rettung und die Löscharbeiten haben die Jugendlichen souverän gemeistert und von vielen Zuschauerinnen und Zuschauern viel Applaus erhalten.


Von Karl-Heinz Gisbertz
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