Das Feuerwehr-Gerätehaus in Sachsen ist mit einem großen Fest eingeweiht worden. Am Iggraben neben dem Bauhof hat die Gemeinde ein Gebäude für rund drei Millionen Euro errichtet. Darin haben die vier Einsatzfahrzeuge der Sachsener Wehr ausreichend Platz.
Für die Ehrenamtlichen stehen genügend Spinde und Umkleidemöglichkeiten sowie Sanitäranlagen zur Verfügung. Das Gerätehaus ist in 17 Monaten gebaut worden. Die Maßnahmen begannen im März 2022 und dauerten bis August 2023.
Die Einweihung nahm der evangelische Ortspfarrer Frank Knausenberger vor. Er gestaltete zusammen mit dem Posaunenchor Sachsen und der Kirchenband den Gottesdienst. In seiner Predigt dankte er den Aktiven der Wehr für ihre stete Bereitschaft, Mitmenschen in Notlagen zu helfen. Durch ihren Dienst bereicherten sie, so der Geistliche, die Gemeinschaft in Sachsen.
Beim anschließenden Festakt unterstrich Bürgermeister Bernd Meyer die Bedeutung des neuen Feuerwehrhauses für alle Bürger der Gemeinde. Nur durch eine adäquate Unterbringung sei es den Ehrenamtlichen möglich, gut und schnell ihren Mitbürgern zu Hilfe eilen zu können.
Die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Sachsen rücke im Durchschnitt zu 80 Einsätzen pro Jahr aus, so Meyer. Er sei jedem aktiven Mitglied dankbar für die Bereitschaft, sich ausbilden zu lassen und bei den Einsätzen bereitzustehen. Das bedeute neben der eigenen physischen und psychischen Belastung durch die Einsätze auch eine Belastung für die Familien der Feuerwehrdienstleistenden, sagte der Bürgermeister. Der Bau des Gerätehauses sei ein großes Projekt für alle Beteiligten gewesen.
Ansbachs Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Kreisbrandrat Thomas Müller würdigten die Leistungen der Wehr. Die Gemeinde habe, so der Landrat, mit dem Neubau den Aktiven gezeigt, welch große Wertschätzung sie ihnen entgegenbringe. Thomas Müller sagte, das alte Gerätehaus im Haus der Bäuerin sei nicht mehr zeitgemäß gewesen; er begrüße den Neubau.
Der Kommandant der FFW Sachsen, Michael Peschel, blickte auf die Zeit der Planung und der Ausführung des Neubaus zurück. Viele Arbeiten wurden von Ehrenamtlichen erledigt. Dafür dankte der Kommandant allen Helfern. Er wie auch Marco Neuendorf und Jürgen Kreppner erhielten für ihren „außergewöhnlichen Einsatz beim Neubau“, wie es Bürgermeister Meyer formulierte, Präsente und Anerkennungen überreicht.
Bei dem sich an den Festakt anschließenden Familienfest im und um das neue Gerätehaus konnten die Besucher Einsatzfahrzeuge der umliegenden Wehren ebenso wie von der Flugplatzfeuerwehr Katterbach bestaunen. Für die Musik sorgte die Blaskapelle Arberg.
Die FFW Sachsen verfügt aktuell über ein Löschgruppenfahrzeug LF 16/12, einen Gerätewagen Logistik GW-L1 und ein Mehrzweckfahrzeug. Ergänzt werden soll der Fuhrpark noch durch ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HFL 20.
Die Planung des neuen Gerätehauses, so berichtet Sebastian Meiringer von der Gemeindeverwaltung Sachsen beim Festakt, sei zukunftsfähig, weil es im Norden noch eine Fläche für einen Erweiterungsbau für weitere Fahrzeugstellplätze gibt. Das Grundstück, auf dem der Neubau steht, hat eine Fläche von 3345 Quadratmetern. Die Grundfläche des Neubaus beträgt 808 Quadratmeter. Rund um das neue Gerätehaus sind auf gepflasterten Flächen 31 Parkplätze entstanden. Das Areal könne auch für Übungszwecke der Wehr genutzt werden.
Realisiert hat die Gemeinde Sachsen den Neubau über die Bayerngrund Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungs-GmbH, wie Sebastian Meiringer berichtete. Sie trat als Bauherr auf. Auf diese Weise wurde der Haushalt der Gemeinde Sachsen entlastet. Denn die Bausumme wird ebenfalls über Bayerngrund finanziert.