Am Freitagabend um 19 Uhr empfangen die Basketballer des TTV Onlineprinters Neustadt die Aschaffenburg Baskets in der Markgrafenhalle. Es könnte das vorerst letzte Spiel der Gastgeber in der 1. Regionalliga Südost sein. Nur bei einem Sieg gibt es am Sonntag (15 Uhr) eine weitere Partie in Neustadt.
Spiel eins in der Serie „Best-of-3“ verloren die Onlineprinters am vergangenen Samstag in Aschaffenburg mit 72:89. Mit dem letzten Aufgebot von nur noch sieben einsatzfähigen Spielern plus ihres Trainers Holger Wägner wehrten sie sich nach Kräften, konnten aber nur phasenweise Paroli bieten. Nach dem frühen 4:17-Rückstand kämpften sich die Gäste zwar immer wieder heran, kleiner als beim 66:58 zu Beginn des letzten Viertels wurde der Abstand aber nicht mehr.
Während die Neustädter in der Defensive lange Zeit dagegenhielten (Reboundverhältnis 44:45) und dabei trotz des kleinen Kaders die Foulbelastung unter Kontrolle hatten, waren das größte Problem wieder einmal die Trefferquoten. Mit 48 Prozent von der Freiwurflinie (12 von 25 Versuchen), 53 Prozent bei den Zweipunktwürfen (27 von 51) und gar nur 9 Prozent bei den Dreiern (2 von 22) ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen. Mit den Punkten von Nedal Jenniat (25) und Danny Wägner (21) unter den Körben hielt der TTV die Niederlage aber in Grenzen.
Entscheidend könnte am Freitagabend nun auch werden, mit welchem Kader die Aschaffenburger nach Neustadt reisen. Schon zu Hause waren die Baskets ebenfalls nur zu acht angetreten. Die Leistungsträger Isaac Obanor und Jakob Jeßberger, die in der ersten und zweiten Runde der Playdowns noch alle Begegnungen mitgemacht hatten, waren beim Heimspiel nicht dabei. Verlassen konnten sich die Unterfranken allerdings auf ihre beiden Topscorer Dejan Lukac (31 Punkte) und Mika Kröner (24), die mit Unterstützung von Sebastian Devries (14) und Frederik Fehl (12) den Sieg für Aschaffenburg sicherten.
Bei den Gastgebern sieht es laut Tariner Claus Winkelspecht personell für Spiel zwei „wieder weit besser aus“. Aaron Winkelspecht und Fernando Noblet-Durruthy sind wieder dabei. Auch Emanuel Ngan hat nach langer Verletzungspause unter der Woche erstmals wieder trainiert und wird es ebenfalls versuchen. Bei einem Sieg der Onlineprinters gibt es am Sonntagnachmittag (15 Uhr) ein entscheidendes drittes Spiel um den vorletzten und den letzten Platz in der 1. Regionalliga Südost.
Welche Bedeutung diese Begegnungen überhaupt noch haben, wird sich allerdings erst in den nächsten Wochen herausstellen. Nach aktuellem Stand geht Winkelspecht davon aus, dass beide Mannschaften in die 2. Regionalliga absteigen müssen. „Aber endgültig wird dies erst mit der Bekanntgabe der Anwartschaften in etwa zwei Monaten entschieden. Man weiß ja nie, was bis dahin in der 2. Liga ProB noch passiert. Wir wollen jetzt einen guten Saisonabschluss und nehmen es dann, wie es kommt.“